Flächennutzungsplan der Stadt Homberg wird neu aufgestellt

Baugebiete werden gestrichen

Homberg. Seit 1974 gibt es den Flächennutzungsplan der Stadt Homberg, seitdem wurde er 130 Mal geändert. Viel hat sich also geändert und nicht zuletzt mit Blick auf die sinkenden Einwohnerzahlen ist es Zeit, den Plan neu aufzustellen.

Darüber haben die Homberger Stadtverordneten bereits entschieden. Während der Stadtverordnetensitzung stellte das Planungsbüro für Ingenieurbiologie und Landschaftsplanung aus Witzenhausen den neuen Entwurf vor. Darin geht es um nachhaltige Stadtentwicklung und den Erhalt von Siedlungsstrukturen. Deutlich wurde, dass die künftige Siedlungsentwicklung hauptsächlich in Homberg stattfinden soll, ohne die Eigenentwicklung der Ortsteile zu stören. „Innenentwicklung geht vor Neuausweisung von Wohngebieten“, sagte Rüdiger Braun. So sollen in einigen Ortsteilen Baugebiete zusammengestrichen werden.

Kompakt geplant

Um Kosten für die Infrastruktur zu sparen, werden kompakte Siedlungen geplant. „Es geht um die Anpassung an den Bedarf“, erklärte er und sagte, dass Homberg 2025 nur noch 13 100 Einwohner haben werde. Das entspreche einem Verlust von etwa 100 Personen pro Jahr.

In Sachen Gewerbeansiedlung soll sich auf die Konversionsflächen im Bereich des ehemaligen Kasernengeländes konzentriert werden.

Zudem sollen für regenerative Energien Flächen geschaffen werden. Vier Flächen, die für Windkraftanlagen in Frage kommen, seien der Batzberg, das Ziegenköpfchen, eine Fläche südöstlich von Rückersfeld und der Bielstein im Grenzbereich zwischen Frielendorf und Schwarzenborn. Diese Planung müsse noch genehmigt werden, sagte Dr. Margit Kahlert. Ein Hindernis dabei könnte zum einen die Nähe zum Vogelschutzgebiet sein, in dem Milane vorkommen und zum anderen am Ziegenköpfchen die Nähe zum Flugbereich der Bundeswehr aus Fritzlar. (may)

Quelle: HNA

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