Zusammenarbeit soll Angebot sichern

Homberg und Frielendorf: Bauhof-Fusion rückt näher

Hand in Hand: Eine engere Zusammenarbeit der Bauhöfe könnte auch bei den Mäharbeiten erfolgen.

Homberg. Die Kreisstadt Homberg und die Gemeinde Frielendorf wollen noch enger zusammenrücken: Nachdem sie bereits unter anderem in touristischen Arbeitsgemeinschaften miteinander arbeiten, sollen auch die Bauhöfe ihre Arbeit besser aufeinander abstimmen.

Einen Grundsatzbeschluss darüber sollen die Homberger Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstag, 5. September, treffen.

„Wir können voneinander profitieren“, sagt Hombergs Bürgermeister Martin Wagner. Wichtig sei es – auch mit Blick auf die Auswirkungen des demografischen Wandels – Synergien zu nutzen. Möglich werde das zum Beispiel im Bereich der Fahrzeuge. „Es muss nicht jeder Bauhof eigene Fahrzeuge haben, wenn spezielle Maschinen auch von beiden Bauhöfen genutzt werden könnten“, sagt Wagner.

Und auch den Einsatz der Mitarbeiter könne man optimieren. Als Beispiel nennt Wagner die Grünpflege und den Mähdienst.

Um die Einschätzung darüber zu bekommen, wie sinnvoll eine solche Zusammenarbeit wäre, wurde eigens eine Beratungsgesellschaft beauftragt. Frielendorf und die Kreisstadt haben eine Gebietsfläche von 186 Quadratkilometer. Bei insgesamt 21600 Einwohnern kommen 116 Einwohner auf einen Quadratkilometer in den insgesamt 37 Orts- und Stadtteilen.

Dem Bauhof in Frielendorf gehören 16 Mitarbeiter an und dem in Homberg 37. Beide Bauhöfe haben Werkstätten, Garagen, Lager und Freiflächen. Das solle auch so bleiben, so Wagner. „Wir erhoffen uns neben dem effektiven Einsatz der Geräte und Maschinen auch, dass die Organisation noch leistungsstärker wird und zugleich qualifizierte Arbeitsplätze gesichert werden“, sagt Wagner. Natürlich gehe es auch darum, Kosten zu sparen und den Bauhof für die beiden Orte langfristig zu sichern, erklärt er.

Zuschüsse erhofft

Stimmen die Stadtverordneten für den Grundsatzbeschluss zur Zusammenarbeit mit Frielendorf, ist der Weg für ein gemeinsames Kommunalunternehmen, das ab Januar 2015 gegründet werden soll, geebnet. Dadurch ändere sich für die Mitabreiter nichts, betont Wagner. Die Arbeitsplätze seien sicher.

Zudem hofft Wagner auf Geld vom Land für diese geplante interkommunale Zusammenarbeit. Ein Zuschuss von 50 000 Euro sei möglich. „Das Geld würden wir nicht in Planungen versenken, sondern in den Bauhof investieren.“

• Termin: Öffentliche Sitzung der Homberger Stadtverordneten, Donnerstag, 5. September, Gasthaus Schnell, Wernswig.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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