Wolfershausen registrierte in vier Jahren Anwohneranstieg von 790 auf über 840

Bauland in Wolfershausen zieht neue Einwohner an

Romantisches Wolfershausen: Dort kann man herrliche Plätze zum Verweilen finden. Unser Bild zeigt das 200 Meter lange Eder-Stauwehr in Höhe Bahnhof. Fotos: Grugel

Wolfershausen. Leerstand und weniger Einwohner - dieses Los vieler Dörfer teilt Wolfershausen nicht. Dort stieg die Zahl der Einwohner innerhalb von vier Jahren laut Ortsvorsteher Jochen Hammerschick von 790 auf über 840 an.

Gründe dafür sieht der Ortsvorsteher in der guten Infrastruktur. Dazu gehören der Dorfladen in Vereinshand, die Angebote im Familienhaus im Nachbardorf Neuenbrunslar und das neue Baugebiet.

Insbesondere das Neubaugebiet war aus Sicht der Verantwortlichen ein Selbstläufer: Innerhalb von zweieinhalb Jahren wurden im Gebiet „Auf der Bauna“ alle 13 verfügbaren Grundstücke verkauft. Zwölf neue Wohngebäude wurden errichtet beziehungsweise sind im Bau, erklärte Erhard Umbach von der gleichnamigen Immobilien-Gesellschaft. Umbach: „Das soll uns erstmal eine andere Gemeinde nachmachen.“

Der Kampf für das Baugebiet musste unter großen Vorbehalten im Stadtparlament durchgefochten werden, erklärten Hammerschick und Umbach. Im Nachhinein erweise sich das privat erschlossene Bauland als Erfolg. Die Erschließungsstraßen hätten die Dorfteile intensiver als bislang miteinander verbunden. Junge Familien bereicherten das Vereinsleben. Der Einsatz neuer Technik in den zwölf gebauten Niedrigenergiehäusern sei eine Beitrag zur Entlastung der Umwelt. Zum Einsatz kämen unter anderem Solaranlagen und Wärmepumpen, die nicht nur in den Mietwohnungen die Kosten niedrig hielten.

13.500 Quadratmeter ist das Neubaugebiet „Auf der Bauna“ groß. In die Erschließung hat die Immobilien-Gesellschaft Umbach nach eigenen Angaben eine knappe Million Euro gesteckt. Die Grundstücke gingen erschlossen für 57 Euro pro Quadratmeter an die Bauherrn.

Erhard Umbach, gebürtig aus Wolfershausen, hatte dabei auch Rückenwind durch die gute Lage: Wolfershausen hat einen Bahnanschluss und liegt in unmittelbarer Nähe zu Kassel und den Autobahnen 7 und 49. Grund genug, es noch einmal mit einem Baugebiet zu versuchen: Hammerschick und Umbach wollen sich bei den Verantwortlichen der Stadt Felsberg für ein weiteres Baugebiet mit acht Plätzen unweit vom Friedhof stark machen. (lgr)

Quelle: HNA

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