Stelen für ein Taufbecken und eine steinerne Sitzgruppe vervollständigen die Anlage auf dem Bromsberg

Baumkirche ist jetzt komplett

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Alles für die Taufe: Familie Kullmann hat die drei stählernen Stelen gestiftet. In die Auskerbungen passt die Taufschale der Stadtkirche.

Spangenberg. Vor fünf Jahren existierte die Baumkirche nur als Idee im Kopf des Spangenbergers Ulrich Salzmann. Nun ist sie so komplett, dass auf dem Bromsberg oberhalb von Spangenberg nicht nur Gottesdienste gefeiert werden können.

Dank dreier Stelen, in die die Taufschale der Stadtkirche passt, sind nun auch Taufen möglich.

Für dieses Jahr sei allerdings kein Gottesdienst mehr geplant. Termingründe und die Sommerferien hatten einen geeigneten Zeitpunkt nicht zugelassen, erklärt Pfarrer Dr. Volker Mantey.

Im September 2009 wurde die Baumkirche mit einem Gottesdienst eingeweiht. Aus dieser Zeit stammt auch die Kanzel aus dem gleichen besonders harten Stahl wie die Stelen für die Taufschale. die beiden zur Gemeinde hin ausgerichteten Seiten sind mit Tauben, dem Symbol für den Heiligen Geist, versehen.

Das kleine Rondell drumherum ist mit Basaltsteinen gepflastert. Diese Arbeit und das Setzen der Stelen haben städtische Arbeiter übernommen. Sie mähen auch das Gras der großen Fläche auf Spangenbergs höchstem Berg (427 Meter). Der Berg sei der optische Mittelpunkt der Stadt, meint Mantey, und berichtet, dass zu den bisherigen Gottesdiensten nicht nur Mitglieder des Kirchspiels Spangenberg, zu dem Schnellrode, Elbersdorf und die Landetaldörfer gehören, kamen, sondern auch Gläubige aus den Kirchspielen Mörshausen und Pfieffe. Für Gottesdienste stellt die Feuerwehr Bänke auf, ansonsten ist die Fläche leer – bis auf die 52 Linden in zwei Dreierreihen, die mit ihren Stämmen und Kronen das Gefühl eines Kirchenschiffs vermittelt.

Weil der Bromsberg auch ein beliebtes Ausflugsziel ist, hat die Spangenberger Familie Karl Siebert eine steinerne Tisch-Bank-Gruppe gespendet. Das Ensemble aus rotem Sandstein steht quasi außerhalb des Kirchenschiffs und lädt zum Rasten ein. Bei gutem Wetter eröffnet sich von dort ein fantastischer Blick auf die Liebenbachstadt zu Füßen und die Hügel in der Ferne. (bmn)

Quelle: HNA

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