Stadt Wolfhagen weist an der Herderstraße in der Kernstadt zehn neue Plätze aus

Bauplätze sind sehr gefragt

Wolfhagen. Der letzte städtische Bauplatz ist längst verkauft, die Nachfrage nach Parzellen für neue Eigenheime in der Wolfhager Kernstadt enorm. Jetzt hat die Stadt, deren Strategie in den vergangenen Jahren vor allem darauf zielte, die Leerstände in der Innenstadt und auch in den Dorfkernen loszuwerden, reagiert: An der Herderstraße wird es zehn neue Bauplätze geben.

Die Flächen, die noch gar nicht verkaufsfertig sind, stehen bereits hoch im Kurs. Auf einen Bauplatz, so Andreas Nimmesgern, Fachbereichsleiter Steuerwesen und Liegenschaften bei der Stadt Wolfhagen, kommen derzeit etwa drei Interessenten. Wie viele davon letztlich bei der Stange bleiben, wird sich im kommenden Frühjahr zeigen.

Kein Schnäppchenpreis

Erst muss der Haushalt 2014 der Stadt rechtskräftig sein, dann können die Aufträge für die Erschließung der Grundstücke raus. „Wenn alles gut geht“, sagt Nimmesgern, dann können im April/Mai die zwischen 750 und 800 Quadratmeter großen Flächen verkauft werden. Zum Schnäppchenpreis werden sie nicht weggehen. „Eins ist sicher“, sagt Bürgermeister Reinhard Schaake, „es wird bedeutend teurer als bisher“. Auf dem Teichberg wurden zuletzt 55 bis 60 Euro je Quadratmeter gezahlt. Die neue Südlage mit Blickrichtung Glockenborn und Graner Berg werde einen Quadratmeterpreis haben, der zwischen 80 und 100 Euro liegt, so Schaake.

„Es sind halt wenige Grundstücke, und wir müssen die Kosten für die Erschließung umlegen“, erklärt Nimmesgern. „Wenn die Plätze wirklich so schnell weg sind, können wir uns Gedanken machen, wo es weitergeht“, betont der Bürgermeister.

Allein auf die Innenstadt setzen, bringe die Stadt nicht weiter. Schaake: „Wir müssen es kundengerecht machen. Wenn wir Interessenten, die neu bauen wollen und kein Interesse haben an einem Fachwerkhaus, nichts anbieten, dann gehen die woanders hin.“ Allerdings nicht unbedingt in die Stadtteile, wo die Stadt beispielsweise in Ippinghausen seit kurzem zehn Bauplätze vergleichsweise zum Top-Preis von 47,50 Euro im Angebot hat.

Leute klingeln an der Tür

„Die Dörfer sind in der Nachfrage nicht vergleichbar mit der Kernstadt“, weiß Fachbereichsleiter Nimmesgern. „Die Infrastruktur muss stimmen“, erklärt Schaake: Schule, Kindertagesstätten, medizinische Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten.

Das scheint in der Kernstadt zu passen, denn das sehe man auch beim Verkauf von Häusern. Auch da sei die Nachfrage enorm. Nimmesgern: „Es gibt so gut wie keinen Leerstand auf dem Teichberg. Die Leute kriegen ganz schnell mit, wenn da was frei wird. Die kommen und schellen an der Tür.“

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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