Baustart für neue Brücke in Grebenau

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Vor der Brücke: Guxhagens Bürgermeister Edgar Slawik blickte in seiner Rede auf die Geschichte der Fuldabrücke zurück. Nach 1907 und 1945 wird sie nun zum dritten Mal neu gebaut.

Grebenau. Die Fulda führt derzeit Hochwasser. Genau wie im Jahr 1872. Damals gab es bei Grebenau keine Brücke über den Fluss. Deshalb setzten zwei junge Männer mit einer Fähre über. Dabei verunglückten sie und ertranken. Da war klar, dass Grebenau eine Brücke braucht.

Aber erst im Jahr 1907 wurde die erste Grebenauer Fuldabrücke eingeweiht. Beim Spatenstich für den dritten Neubau der Brücke blickte Guxhagens Bürgermeister Edgar Slawik (parteilos) am Dienstag auf die Geschichte des Bauwerks zurück. Die neue Brücke soll in etwa einem Jahr fertig sein.

Den jetzigen Zustand der Brücke hat Hessen Mobil mit der Note drei bewertet. „Das ist nach Schulnoten befriedigend, im Brückenbau aber kritisch“, erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker (SPD). Deshalb sei der 2,5 Millionen Euro teure Neubau dringend notwendig.

Das Projekt ist Teil des Förderprogramms des Landes im Jahr 2013. Gleichzeitig sei es in diesem Jahr die größte Straßenbaumaßnahme im Schwalm-Eder-Kreis.

Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollen die Abrissarbeiten beendet sein. „Wir montieren zuerst die Geländer ab und nehmen dann das Mittelsegment heraus“, beschrieb Marco Witzel den Beginn der Bauarbeiten. Er ist technischer Leiter des beauftragten Bauunternehmens Kropp. „Dann werden die Seitensegmente mit einem Bagger abgetragen.“ Auch die Fundamente würden abgerissen. Die Brücke werde breiter. Daher würden neue Fundamente benötigt. In sechs bis acht Wochen beginnen dann die Arbeiten an der neuen Brücke. Dafür werden auf beiden Seiten des Flusses Kräne aufgestellt. Die Zulieferung des Baumaterials erfolgt zum größten Teil über die Bundesstraße 83. „Nur die Laster mit dem Zement für die Fundamente auf der Grebenauer Flussseite müssen durch den Ort anfahren“, erklärte Witzel.

Während der Planung war auch eine Zusammenlegung mit der Brücke in Wagenfurth im Gespräch gewesen. In diesem Fälle wäre eine neue Brücke über die Fulda zwischen den beiden Orten gebaut worden. „Es ist die richtige Entscheidung, dass jeder Ort seine eigene Brücke hat“, erklärte Edgar Slawik. Denn eine gute Verkehrsanbindung mache kleine Dörfer interessanter für neue Bewohner.

Von Jonathan Vorrath

Quelle: HNA

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