Baustart: Spangenberger Kindergarten wird um eine Krippe erweitert

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Hier tut sich was: Jana (vorn, von links), Kevin, Anna-Lena und Luca finden die Bauarbeiten vor ihrem Kindergarten spannend. Was die Planung betrifft, haben (hinten, von links) Heinrich Töpfer vom Bauamt, Architekt Friedhelm Bier, die stellvertretende Kindergartenleiterin Ulrike Römer und Bürgermeister Peter Tigges den Überblick.

Spangenberg. Für die Jungen und Mädchen des Kindergartens Alter Bahnhof in Spangenberg gibt es zurzeit nichts Spannenderes, als aus dem Fenster zu schauen.

Denn dort wird seit ein paar Tagen gebaggert, geschaufelt und gebaut. Bis nächsten Sommer soll ein Anbau entstehen, in dem Unter-Dreijährige betreut werden. Die ersten Anfragen von Eltern gibt es schon. „Vier Kinder sind sogar schon angemeldet worden“, berichtet die stellvertretende Kindergartenleiterin Ulrike Römer. Der Bedarf sei also da. Jeweils acht bis zwölf Kinder sollen in den beiden neuen Krippengruppen betreut werden - und die räumlichen Voraussetzungen werden hervorragend sein.

Der Krippenbau wird direkt mit dem bestehenden Kindergartengebäude verbunden sein, wie Architekt Friedhelm Bier erklärt. „Durch einen Gang gelangen Erzieherinnen und Kinder von einem Gebäude ins andere.“ Das ist praktisch. Denn auf diese Weise sind die Wege zur Küche und zum Verwaltungstrakt kurz. Außerdem können durch diese Planung die bereits vorhandene Heizungsanlage sowie Wasserleitungen genutzt werden. Das spart Zeit und Geld.

Bei der Planung der neuen Gruppenräume wurde das Kindergartenpersonal mit einbezogen. Denn die Erzieherinnen, die alle schon eine spezielle Fortbildung absolviert haben, wissen am besten, was Kleinstkinder brauchen. Neben einer intensiven Betreuung und Zuneigung sind das zum Beispiel Fenster, die bis zum Boden reichen. Denn schließlich sollen die Kinder auch problemlos nach draußen schauen können.

Zwei identische Gruppenbereiche soll der Neubau beherbergen - mit jeweils einem 50 Quadratmeter großen Aufenthaltsraum, einem Essbereich, einer kleinen Kochecke und einem Ruheraum. Das großzügig geplante Badezimmer teilen sich beide Gruppen. Dort wird es unter anderem eine große Dusche geben, die auch als Planschbecken genutzt werden kann. Außerdem stehen Wickelgelegenheiten und kindgerechte Toiletten zur Verfügung.

Vor der Winterpause sollen Rohbau, Dach und Zimmerarbeiten fertig sein. Das zumindest wünschen sich Bürgermeister Peter Tigges und Planer Friedhelm Bier. Bis Ende Juli soll der 324 000 Euro teure Bau dann bezugsbereit sein.

Das Personal im Kindergarten Alter Bahnhof wird übrigens aufgestockt. „Wir haben im Haushaltsplan vier neue Stellen vorgesehen“, sagt Bürgermeister Tigges. Ob die ausreichen, werde die Erfahrung zeigen.

Quelle: HNA

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