Hessenmobil verspricht Nachbesserungen in Leimsfeld

Geduldsprobe für Autofahrer: Baustellenchaos im Schwalm-Eder-Kreis

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Blick auf die Baustelle: Per Drohne entstand dieses Bild, das den Baustellenabschnitt vor der Ortseinfahrt Leimsfeld zeigt.

Schwalm-Eder-Kreis. Autofahrer werden im Schwalm-Eder-Kreis dieser Tage auf eine harte Geduldsprobe gestellt.

Fahrbahnsanierungen auf der A49 zwischen Gudensberg und Fritzlar sowie zwischen Borken und Neuental und der B254 zwischen Frielendorf und Schwalmstadt führen vielerorts zu Verkehrseinschränkungen. Dazu kommen die Bauarbeiten auf der B454 in Treysa, die wegen des Kreiselausbaus momentan ebenfalls ein Nadelöhr ist. Nicht nur der Lkw-Verkehr, auch die Entlastungsumleitungen für die A49 führen über diese Strecke.

Warum die Großbaustellen parallel laufen, habe verschiedene Gründe, erklärt Hessenmobil-Sprecher Horst Sinemus im Gespräch mit unserer Zeitung. „Bei solchen Großprojekten gehen wir bewusst in die Ferienzeit hinein, weil in dieser Zeit das Verkehrsaufkommen eher geringer ist. Und natürlich spielen auch die Witterungsbedingungen dabei eine entscheidende Rolle“, erläuterte Sinemus.

Straßensperrungen seien für Hessenmobil immer die letzte Lösung, allerdings nicht immer vermeidbar, wie etwa die Vollsperrung in Richtung Nord auf der A49 zwischen Borken und Neuental. „Hätten wir in diesem Bereich keine Vollsperrung vorgenommen, hätte sich die Bauzeit um mindestens zwei Monate verlängert. Zudem hätte es erhebliche Mehrkosten im sechsstelligen Bereich gegeben“, schilderte Sinemus.

Das gleiche gelte für die halbseitige Sperrung der B 254 zwischen Spieskappel und Ziegenhain. Dort haben die Bewohner an den Umleitungsstrecken mit erheblichen Belastungen durch das Bauprojekt zu kämpfen. Alternativ hätte der Verkehr per Ampelanlage durch die Baustelle gelotst werden können. „Dann hätten sich die Sanierungsarbeiten aber bis weit ins nächste Jahr hinein gezogen. Deshalb ist die halbseitige Sperrung dort eindeutig die bessere Variante“, so Sinemus.

Wegen der Fahrbahnerneuerung auf der B254 zwischen Schwalmstadt und Frielendorf sehen sich vor allem die Anwohner an den Umleitungsstrecken erheblichen Belastungen ausgesetzt. Um die Verkehrssicherheit innerhalb der Baustellenstrecke zu gewährleisten, will Hessenmobil an einigen Punkten nachbessern.

Veränderungen soll es laut Hessenmobil-Sprecher Horst Sinemus vor allem im Bereich der Ampelkreuzung in Leimsfeld geben. Dort plant Hessenmobil etwa 70 Meter vor den Ampeln zusätzliche gelbe Warnblinker zu installieren, um die Aufmerksamkeit der Fahrer zu erhöhen. Da in diesem Bereich viele Fußgänger unterwegs sind, soll ein barrierefreier Fußgängerüberweg geschaffen werden. Einen Schlenker der Fahrbahn, um zusätzlich die Ortseinfahrt zu entschärfen, sei hingegen vorerst nicht möglich, da die Abstimmung mit der Verkehrsbehörde in diesem Punkt noch nicht abgeschlossen sei, teilt Hessenmobil mit.

Eine Beschwerde erreichte Hessenmobil aus Spieskappel. Durch den Ort rauschen täglich dutzende Lastkraftwagen, da die Fahrer nicht der Umleitungsstrecke folgten und stattdessen in Obergrenzebach die Abfahrt Richtung Spieskappel nehmen und nicht - wie vorgeschrieben - über Großropperhausen fahren.

Ein 68-jähriger erlitt kürzlich einen Schreck, als er durch die Baustelle bei Gebersdorf fuhr und plötzlich ein Baustellenschild auf das Dach seines Wagens stürzte.

Einen weiteren Verkehrsunfall verursachte ein 39-jähriger Mann aus Stadtallendorf, der sich im Bereich der Ziegenhainer Krankenhauskreuzung von Treysa kommend nach links einordnete, um Richtung Frielendorf auf die B254 abzubiegen.

Als er seinen Fehler erkannte zog er nach rechts und rammte dabei ein weiteres Fahrzeug.

Quelle: HNA

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