Baustopp am Jesberger Campingplatz:

Sanierung des Sanitärgebäudes am Jesberger Campingplatz wird neu konzipiert

Soll saniert werden: Das Sanitärgebäude am Campingplatz in Jesberg, Platzwart Karl-Heinz Thiel vor der Herrentoilette. Foto: Thiery

Jesberg. Auf dem Campingplatz in Jesberg ist zurzeit Baustopp. Und zwar nicht wegen des Winters, sondern weil sich finanzielle Lage verändert hat. Die Gemeinde müsste 67.000 Euro mehr zahlen als bisher angenommen. Deswegen muss das Konzept erneut geprüft werden.

Das haben die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Montag beschlossen. Das Sanitärgebäude am Platz wird zurzeit renoviert, die Einrichtung stammt aus den 70er-Jahren und ist sehr veraltet. Dafür wurde das Programm Stadtumbau West bemüht.

Kosten stiegen

Im Verlauf des Baus habe sich ergeben, dass die Kosten nochmals um 110.000 Euro steigen würden, um den Umbau wie geplant umzusetzen, erläuterte Schlemmer. Zusätzlich wurden die Fördermittel von 71 auf 50 Prozent gekürzt.

Das könne Jesberg nicht leisten. Der Anteil der Gemeinde wäre auf 186.000 Euro gestiegen, erklärte der Bürgermeister.

Nun liegen neue Pläne vor; das Konzept soll völlig umgekrempelt werden. Für die Wintercamper soll ein eigener beheizbarer Sanitärbereich gebaut werden, der alte Bereich wird dann nur teilweise renoviert. Das Dach des alten Gebäudes wurde schon erneuert, und gedämmt. „Wir hoffen nun, mit neuen Plänen die gesamte Förderung aus dem Programm Stadtumbau-West zu bekommen“, sagte Schlemmer.

Demnächst soll es eine interfraktionelle Sitzung vor Ort geben, um die Situation darzustellen. Wernher von Löwenstein (CDU) fragte, ob das wirklich eine endgültige Lösung sein könne, die Sanierung des alten Gebäudes sei doch bestimmt irgendwann fällig. Schlemmer dazu: Es ist ein Kompromiss.

Wir möbeln den alten unbeheizten Bereich etwas mit neuen Armaturen auf, und für die Wintercamper gibt es ein kleines neues Gebäude in Modulbauweise, dass davor gesetzt wird.

Das alte Gebäude sei noch so intakt, dass es die nächsten 20 Jahre halten können.

„Wir brauchen aber dringend einen beheizbaren Bereich für die Camper, die über den Sommer hinaus den Campingplatz nutzen wollen, um auch weiter attraktiv zu bleiben“, sagte Schlemmer.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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