Begegnungsstätte für die Gasterfelder in erreichbare Nähe gerückt

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Brachte Schwung in das Projekt Bürgerbegegnungsstätte: Hans-Dieter Gasch. Rechts die alte Gasterfelder Grillhütte, in deren Verlängerung der neue, durch die Dorferneuerung geförderte Anbau entstehen soll. Foto:  Norbert Müller

Es ist seit Jahren das Reizthema im kleinen Wolfhager Stadtteil Gasterfeld und hat auch die seit 2009 laufende Phase des Dorferneuerungsprogramms überschattet: die Schaffung einer Begegnungsstätte für die Dorfbewohner. Jetzt sieht es ganz danach aus, als würde es doch noch ein Happy End geben.

Wolfhagen. Die Weichen stellten am Donnerstagabend die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses sowie des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung. Sie votierten während einer gemeinsamen Sitzung einstimmig dafür, 100 000 Euro in einem Nachtragshaushalt für das Projekt Begegnungsstätte zur Verfügung zu stellen sowie weitere 25 000 Euro, die mit einem Sperrvermerk versehen werden sollten und - wenn benötigt - für die Anschaffung der Innenausstattung freigegeben werden könnten.

Dass es überhaupt soweit gekommen ist, ist wohl zu einem wesentlichen Teil Hans-Dieter Gasch zu verdanken. Der Gasterfelder, der bis zu seiner Pensionierung als Projektbüroleiter beim Amt für Straßen und Verkehrswesen in Bad Arolsen arbeitete, wurde Anfang des Jahres gefragt, ob er sich der Sache mit dem von den Gasterfeldern gewünschten Begegnungsstätte annehmen möchte. Gasch sagte zu. „Aber nur für dieses eine Projekt“, betont der 67-Jährige.

Gasch legte los, verschaffte sich einen Überblick und begann, das Vorhaben, das einst mit dem Wunsch der Einwohnerschaft nach einem eigenen Dorfgemeinschaftshaus begonnen hatte, zu strukturieren.

Was in den Jahren zuvor gelaufen ist, bezeichnet der Diplom-Ingenieur als „Luftnummer“. Was er nun in der gemeinsamen Ausschuss-Sitzung am Donnerstag - abgestimmt dem Förderverein Gasterfeld und dem Architekturbüro Müntinga und Puy - präsentierte, ist das Gegenteil.

Platz für 50 Personen

Die neue Begegnungsstätte wird in der Verlängerung des bestehenden Grillhäuschens errichtet, ein überdachter Vorplatz verbindet beide Bauten. Im Versammlungsraum des per Pelletofen beheizbaren Neubaus werden 50 Personen Platz haben. Zur Ausstattung wird ein behindertengerechtes WC gehören, eine Küchenzeile und im Eingangsbereich das schon vor Jahren angeschaffte Backhäuschen. „Es ist das kostengünstigste Modell, das wir untersucht haben“, sagt Gasch. Die Nettokosten werden über die Dorferneuerung zu 75 Prozent finanziert. Die Eigenleistung der Gasterfelder ist mit einem Wert von knapp 50 000 Euro veranschlagt.

Die Begegnungsstätte, um die sich künftig der Förderverein kümmern wird, sollen auch Nicht-Gasterfelder - beispielsweise für Familienfeiern - anmieten können.

Wenn das Stadtparlament das Vorhaben absegnet, Förderbescheid und Genehmigungen vorliegen, könnten die Arbeiten laut Gasch im März 2015 beginnen.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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