Feuerwehr Heimbach feiert am dritten Juniwochenende ihr 50-jähriges Bestehen

Beginn im Gasthaus Kuche

Bezirksfeuerwehrfest 1988: Damals organisierten die Mitglieder einen Schweigemarsch zur Totenehrung. Foto: Privat/nh

Heimbach. Heimbach liegt im Dreiländereck – so drückt es der ehemalige Ortsbrandmeister und Wehrführer Heinrich Kräling aus. Damit meint er, dass der Gilserberger Ortsteil im letzten Zipfel des Schwalm-Eder-Kreises liegt, angrenzend an Marburg und Waldeck-Frankenberg.

„Hier zieht nur her, wer absolute Ruhe sucht“, ist auch Wehrführer Reiner Dippel überzeugt. Eher ruhig verlief auch die Geschichte der Feuerwehr in Heimbach: Am dritten Juniwochenende blicken die 45 Mitglieder auf 50 Jahre Vereinsgeschichte zurück.

Zwei Brände

In dem kleinen Dorf selbst hat es in fünf Jahrzehnten zwei Mal gebrannt: „In den 80er-Jahren gab es während der Erntezeit einen großen Flächenbrand“, erzählt Kräling. Dippel berichtet von einem Schornsteinbrand im vergangenen Jahr.

Ansonsten werde die kleine Wehr mit zwölf Aktiven in der Einsatzabteilung eher zur technischen Hilfeleistung hinzu gerufen – bei Sturm, Hochwasser oder dem Freischneiden von Straßen und Wegen. Zuständig sind die Brandbekämpfer auch für die Ortsteile Lischeid und Winterscheid.

Die Wehr wurde 1963 im Gasthaus Kuche gegründet. 23 Männer meldeten sich zum Einsatz – heute leben von den Gründungsmitgliedern noch fünf.

Als erster Ortsbrandmeister lenkte Heinrich Kuche die Geschicke der Wehr.

Im selben Jahr wurde eine Motorspritze angeschafft. Untergebracht war das Material zunächst in der Schul-Scheune. Erst 1974 konnte der Bau eines kombinierten Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshauses realisiert werden. Fortan nannte die Wehr auch ein Tragkraftspritzenfahrzeug – ein Ford Transit – ihr eigen.

Ab 1984 wurde mit einer neuen Spritze gelöscht. Seit 2007 steht ein neues Fahrzeug in der Garage: „In einem Fritzlarer Ortsteil hat sich eine Wehr aufgelöst, von der stammt das Fahrzeug“, sagt Dippel. Anfang der 90er-Jahre machten die Heimbacher bei Wettkämpfen von sich reden: „Wir hatten drei starke Wettkampfgruppen, darunter eine Damengruppe“, erklärt Kräling, der bis 1996 Wehrführer war. Große Bezirksfeuerwehrfeste wurden 1978 und 88 gefeiert.

Auf die Ausbildung wird jedoch auch in der kleinen Wehr des Gilserberger Ortsteiles Wert gelegt: „Um als Helfer vor Ort gerüstet zu sein, haben die Heimbächer Vereine mithilfe von Spenden einen Notfallrucksack mit Defibrillator angeschafft“, erklärt Reiner Dippel. HINTERGRUND

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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