Behindertenbeauftragter kritisiert Bündnis Wolfhager Bürger

Wolfgang Hensel

Wolfhagen. Mit Bedauern hat Wolfgang Hensel, Behindertenbeauftragter der Stadt Wolfhagen, auf eine Pressemitteilung des Bündnisses Wolfhager Bürger (BWB) zum öffentlichen Nahverkehr in Wolfhagen reagiert.

„Mit Bedauern deswegen“, so Hensel, „weil hiermit behinderte Mitmenschen in den Wahlkampf dieser Partei einbezogen werden. Absicht oder einfach Unwissenheit? Ich denke mal beides“.

Wenn man einen solchen Artikel verfasse, sollte man erst einmal recherchieren, so Hensel: „Was meine Aufgabe als Beauftragter betrifft, hätte man mit einem kurzen Anruf einiges klären können. Sicherlich wäre es dann nicht so populistisch gewesen.“ Seit seiner Amtsübernahme sei der Nahverkehr ein herausragendes Thema. Das sei auch schon bei seinem Vorgänger Karl-Wilhelm Schmidt der Fall gewesen. In Verbindung mit den Betreibergesellschaften und der Stadtverwaltung sei vieles besprochen worden. So auch die Situation für Behinderte an Haltestellen und am Bahnhof. Die Zusage, dass vermehrt Busse verkehren, die absenkbar seien, „wurde eingehalten“, so Hensel. So verkehrten im Nahverkehr mittlerweile überwiegend diese Busse.

Durch diese sei weitestgehend gewährleistet, dass körperbehinderte Fahrgäste ein- und aussteigen könnten. Man müsse also vielmehr das Hauptaugenmerk auf den Weg eines Behinderten zur Haltestelle richten - „und daran wird gearbeitet.“ Bei neuen Anlagen werden laut Hensel betreffende Haltestellen nach der neusten Norm gebaut, wie es auch an der Hans-Staden-Straße vorgesehen sei.

Das BWB hatte die Verhältnisse im öffentlichen Nahverkehr kritisiert und in diesem Zusammenhang gefragt, wofür es in Wolfhagen einen Behindertenbeauftragten gebe. (awe)

Quelle: HNA

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