Adventssingen: Musik gegen Hunger in Afrika

Sie sangen den Klassiker „Let It Be“: Die Anne-Frank-Schulband mit (von links) Alisa Hanisch, Jasmina Hasani, Christin Jansky, Ludmila Ritter und Josy-Sophie Jansky. Foto: Dellit

Fritzlar. Die Hungersnot in Ostafrika ist nicht vorbei, sie ist nur aus den großen Schlagzeilen verschwunden. Darauf machte Berthold Umbach, Schulleiter der Fritzlarer Anne-Frank-Schule, am Samstag auf dem Fritzlarer Marktplatz aufmerksam. Dort fand das Adventssingen statt

Der Erlös der Spendensammlung, die immer mit dem Singen einhergeht, ist für die Ostafrika-Hilfe und für Obdachlose in Deutschland gedacht. Jugendliche zogen mit Spendensdosen durch die Innenstadt.

Auf der Bühne standen Kinder der Kindergärten Kinderarche und Regenbogenland und sangen Weihnachtslieder, dazu schwenkten sie fröhlich große, goldene Sterne.

Eine Schule macht Musik

Neu am Konzept ist, dass jedes Jahr eine Schule sich um das musikalische Programm kümmert, statt wie bisher alle beteiligten Einrichtungen. Diesmal war das neben den Kindergärten die Anne-Frank-Schule (AFS).

Kurzclip: Adventssingen

Sie schickte die Bläserklasse, den Chor und die Schulband auf die Bühne. Ein Höhepunkt war der Beatles-Klassiker „Let It Be“, den Josy-Sophie Jansky mit klarer Stimme, begleitet von Alisa Hanisch, Jasmina Hasani, Christin Jansky, Ludmila Ritter darbot. Doch auch die Bläser und der Chor sorgten trotz Nieselregens für adventliche Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt, mit einer Mischung aus Popmusik („Hot’n Cold“ von Katy Perry) und Traditionellem, bisweilen auch mit einer Prise Swing.

Entlassen wurden die Zuhörer vor der Marktplatzbühne mit guten Wünschen für das Weihnachtsfest im Lied „Feliz Navidad“.

Als vorletztes Lied sangen Chor und Schulband „We Are The World“ – eine gelungene Wahl. Der Originalsong, geschrieben von Michael Jackson und Lionel Richie, war im Jahr 1985 von der Crème de la Crème der amerikanischen Pop- und Rockszene eingesungen worden. Der Erlös der millionenfach verkauften Schallplatte ging an die Opfer der Hungersnot in Äthiopien.

So wie damals von der Platte profitieren auch bei der Aktion in Fritzlar arme Menschen vom Erlös des fröhlichen Gesangs. Schulleiter Umbach hatte dazu ein Zitat von Erich Kästner parat: „Es gib nichts Gutes, außer man tut es.“

Quelle: HNA

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