Sozialverband VdK bietet seit einem Jahr Spielenachmittage für Senioren an

Beim Deckeln geht’s rund

Geselligkeit am Spieltisch: Else Nödel, Anneliese und Herbert Wenderoth, Martha Schneider, Anni Sommer, Georg und Martha Steinert und Elfriede Möller beim Deckeln. Foto: Koch

Röhrenfurth. Bei Mensch ärgere dich nicht, Doppelkopf, Rommé und Würfelspielen sitzen rund zwanzig Personen im Röhrenfurther Dorfgemeinschaftshaus gemütlich beisammen. Der Raum ist erfüllt von Stimmengewirr und Gelächter. Einmal im Monat folgt die eingespielte Gruppe der Einladung des VdK-Ortsverbandes Röhrenfurth zu einem Spielenachmittag. Seit einem Jahr besteht das Angebot zum gemeinsamen Spielen.

Die Idee für einen solchen Nachmittag hat der erste Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes Röhrenfurth Paul Heinz Stöhr von einer Fortbildung mitgebracht, die Umsetzung erfreut sich seither großer Beliebtheit. Besonders für die Röhrenfurther Seniorinnen und Senioren ist der Spiele-nachmittag eine willkommene Abwechslung. Ums Gewinnen geht es dabei aber nicht. Viel wichtiger ist es, gemeinsam etwas zu unternehmen und sich auszutauschen.

Am liebsten spielen die älteren Damen und Herren ein Würfelspiel namens Deckeln. „Da muss man nur bis drei zählen können und es bleibt genug Zeit zum Schwatzen“, erklärt Anni Sommer. Und so geht’s: Jeder bekommt vier Bierdeckel und dann wird mit drei Würfeln gewürfelt. Bei einer Eins gibt man einen Deckel nach links, bei einer Zwei nach rechts und bei einer Drei darf man einen Deckel ablegen. Verloren hat, wer als letztes noch einen Deckel vor sich hat.

Gesellschaftliches Ereignis

„Wenn man älter wird, ist es schön, wenn man Gesellschaft hat“, sagt Martha Schneider. Sie geht nicht nur zum Spielnachmittag des VdK, sondern trifft sich auch jeden Mittwoch mit Freunden zum gemeinsamen Spielen.

„Da muss man nur bis drei zählen können und es bleibt genug Zeit zum Schwatzen.“

Auch Lotte Schüler, Autorin bei dem Fachmagazin Spielerei, betont: „Das Spiel als gesellschaftliches Ereignis verbindet Menschen“, erklärt sie. „Interaktion ist wichtig und schon Platon hat gesagt, dass man beim Spiel in einer Stunde einen Menschen besser kennenlernen kann als bei Gesprächen in einem Jahr.“

Außerdem verweist die Spiel-Rezensentin noch auf eigens für Senioren konzipierte Spiele. Mit größeren Karten und Spielfiguren sind diese auf die Bedürfnisse der älteren Damen und Herren abgestimmt. (yvk)

Von Verena Koch

Quelle: HNA

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