Sieben Mannschaften traten zum Wettkampf an

Beim Stadtfeuerwehrtag in Lohre flogen die Strohballen

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Strohballenweitwurf: In dieser Disziplin versuchte sich auch Wehrführer Mathias Meyer von der Feuerwehr Rhünda (im Bild vorne). Foto: Hirchenhain

Lohre. Sieben Stadtteilmannschaften der Freiwilligen Feuerwehren kamen am Wochenende zum 39. Felsberger Stadtfeuerwehrtag, der diesmal in Lohre stattfand.

„Schade, dass es nicht der 40. Stadtfeuerwehrtag ist, das hätte besser zum 80-jährigen Vereinsbestehen und zum 40-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Lohre gepasst“, bemerkte der Felsberger Stadtbrandinspektor Klaus Siemon.

Die Feuerwehr Lohre, die somit am Wochenende gleich zwei Jubiläen feierte, hat heute 120 Mitglieder, darunter 16 Männer und eine Frau in der Einsatzabteilung. Sie hatten einen Fünf-Stationen-Wettkampf aufgebaut.

Von Stefan Dippel vorbereitet, traten nicht nur aktive Einsatzabteilungen, sondern auch vier Jugendfeuerwehren aus den Stadtteilen zum Wettkampf an. Für die Jugendfeuerwehren waren diese Übungen auch die Generalprobe für das Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren 2014 in Melsungen.

„Es ist bedauerlich, dass so ein Feuerwehrtag nicht mehr über zwei Tage organisiert werden kann“, monierte Klaus Siemon, „aber eine Staffel ist das Mindeste, was man zustande bringen sollte.“

Dies war den Organisatoren auch gut gelungen: Insgesamt waren fünf Stationen mit ganz unterschiedlichen Aufgaben zu bewältigen. Unter anderem ging es um einen Auto-Unfall. Das Szenario: Der Fahrer war in ein Trafohäuschen gefahren und hatte sich dabei verletzt, das Trafohäuschen war stark beschädigt und Brand- und Rauchentwicklung waren erkennbar. Weiterhin ging es um eine Kohlenmonoxydvergiftung bei zwei Personen, die im geschlossenen Raum einen Kohlegrill entzündet hatten. Eine klassische Feuerwehraufgabe mussten die Teilnehmer am Eder-Ufer erfüllen: den „Aufbau einer Wasserentnahmestelle aus einem offenen Gewässer mittels Saugschläuchen“.

Aber auch der Spaßfaktor fehlte nicht. Ein Anwohner meldete mehrere brennende Strohballen in der Nähe eines Kinderspielplatzes. Tatsächlich aber mussten sich die Feuerwehraktiven im sportlichen Wettkampf des Strohballenweitwurfs messen: die geworfenen Weiten der einzelnen Feuerwehrleute wurden addiert und als Gesamtweite in Metern gewertet. Letztlich galt es noch innerhalb von 15 Minuten einen kniffligen Fragebogen zu beantworten.

An allen Stationen bepunkteten Schiedsrichter die Leistungen. Die Siegerehrung erfolgte abends im Dorfgemeinschaftshaus, wo sich nachmittags auch die Alters- und Ehrenabteilungen der Freiwilligen Feuerwehr zum gemütlichen Beisammensein trafen.

Von Gert Hirchenhain

Quelle: HNA

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