Abschied

Beiseförther Dorfladen seit Montag geschlossen - Suche nach neuem Pächter

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Abschied vom Dorfladen: Rolf Besser mit Mitarbeiterin Andrea Egerer.

Beiseförth. Der Dorfladen in Beiseförth ist seit Montag geschlossen. Drei Jahre hatte das Geschäft seinen Kunden Obst, Gemüse, Molkereiprodukte, Hygieneartikel, Spirituosen, Wildspezialitäten und vieles mehr angeboten.

"Dass der Dorfladen zugemacht hat, finde ich sehr schade", sagt Michael Schermeier, der regelmäßig aus Elfershausen zum Einkaufen nach Beiseförth kam und dabei auch gerne mit anderen ins Gespräch kam.

Herbert Kröger aus Beiseförth kam täglich und bedauert die Schließung sehr. "Ich finde es ausgesprochen schade. Der Laden war auch ein Treffpunkt, um mal was Neues aus dem Dorf zu erfahren", sagt der 70-jährige Rentner. Was er besonders vermissen werde, seien die netten Gespräche mit den Verkäuferinnen, fügt er hinzu. Karin Müldner, 75 Jahre alt und aus Beiseförth, sagt: "Ich finde es bedauerlich. Wir haben hier viel eingekauft. Und wieder ist etwas im Dorf für die älteren Menschen, die nur zu Fuß unterwegs sind, geschlossen."

Auch Nicole und Rolf Besser, die Betreiber des Dorfladens an der Bahnhofstraße, bedauern die Schließung. Zwar trage sich der Laden und mache die Arbeit viel Spaß, aber es fehle die Zeit, erklären die beiden, die hauptberuflich in Vollzeitjobs arbeiten und nun auf der Suche nach einem Nachfolger für das einzige Lebensmittelgeschäft in Beiseförth sind. Den Schlachtraum am Standort will Rolf Besser weiter nutzen. Verarbeitet wird dort Wild, das er privat und übers Kurhessen-Lädchen in Melsungen verkauft.

Camper und Radfahrer

Die Mitarbeiterinnen Heike Sauer und Andrea Egerer bedauern die Entwicklung. "Es ist schade, dass der Laden schließt. Gerade für die Kinder, die am Nachmittag oft kamen und sich Süßigkeiten kauften oder für die Dauercamper und Radfahrer im Sommer, die sich vor dem Laden bei Kaffee und Kuchen hinsetzten konnten alles fällt jetzt weg", sagt Mitarbeiterin Heike Sauer.

Von Christina Grenzebach

Das sagt der Bürgermeister

„Die Schließung des Dorfladens ist außerordentlich zu bedauern, zumal damit in Beiseförth keine Einkaufsmöglichkeit mehr besteht, sagt Bürgermeister Herbert Vaupel. Das dann nicht mehr vorhandene Angebot mit einem Lebensmittelgrundsortiment stellt vor allem für Menschen mit eingeschränkter Mobilität eine Beeinträchtigung dar. Dennoch besteht vor allem für ältere Menschen die Möglichkeit, mit dem gemeindlichen Bürgerbus im Malsfelder Edeka-Markt einzukaufen.“

Quelle: HNA

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