200 Konzertbesucher erlebten den singenden Pfarrer Clemens Bittlinger

Ein Bekenntnis in Noten

Machte Mut: Clemens Bittlinger gastierte am Freitagabend mit Band in der evangelischen Kirche in Schrecksbach. Foto: Heist

Schrecksbach. Clemens Bittlinger versteht sich auf die leisen, nachdenklichen Töne ebenso wie auf mitreißende, schwungvolle Rhythmen. Am Freitag gastierte der Pfarrer, Liedermacher und Autor aus dem Odenwald in der Evangelischen Kirche von Schrecksbach.

200 Konzertbesucher strömten am Freitagabend in das kleine Schwälmer Gotteshaus, um den Musiker-Pfarrer live zu erleben. Dicht gedrängt nahmen sie im Kirchenschiff und auf der Empore Platz. Während draußen die Dämmerung voranschritt, erwärmte rotes Scheinwerferlicht den Innenraum der Kirche und sorgte für stimmungsvolle Atmosphäre. Bittlingers Gesang und sein Gitarren- und Ukulelespiel durchdrangen den sakralen Raum.

„Bitte frei machen!“ lautet der Titel seines aktuellen Albums, aus dem er den Titelsong und Lieder über die Freiheit, den Sonntag und politisch korrekte und inkorrekte Dinge vortrug.

„Bitte frei machen! – diese Aufforderung kennen wir vom Arzt oder von Postkarten“, sagte Bittlinger humorvoll. Seine Lieder greifen die Zwänge der Gesellschaft und des alltäglichen Lebens auf und appellieren mit Zeilen wie „Gedankenspiel: Mach den Kopf frei, Mensch, du denkst zu viel!“ dazu, sich von diesen Zwängen zu lösen.

Die Konzertbesucher ließen sich von den hoffnungsfrohen Melodien mitreißen und tauchten ein in die Mut machende und Trost spendende „Glaubensäußerung“ Bittlingers. Begleitet wurde dieser bei seinem zweiten Konzert in Schrecksbach von David Plüss (Keyboard, Gesang, Orgel) und Helmut Kandert (Schlagzeug, Percussion).

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

Kommentare