Im vergangenen Jahr 55 445 Stunden im Dienst

Belastung der Wolfhager Feuerwehren steigt ständig

Offiziell im Dienst: Die neuen Löschgruppenfahrzeuge für Altenhasungen, Bründersen und Istha wurden zum krönenden Höhepunkt der Jahresversammlung der Wolfhager Wehren übergeben. Das Foto zeigt (von links) Stadtbrandinspektor Frank Brunst sowie die Wehrführer Jörg Georgians (Istha), Andre Lorenz (Altenhasungen), Stefan Müller (Bründersen), rechts im Bild Carsten Franke (Ippinghausen). Foto:  Feuerwehr Wolfhagen/nh

Wolfhagen. Noch ist der Brandschutz gesichert, und die Wehr rückt aus, wann immer Hilfe geleistet werden muss. Noch. Stadtbrandinspektor Frank Brunst machte während der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Wolfhager Feuerwehren aber eindringlich deutlich, dass diese positive Aussage mit Vorsicht zu werten sei.

Denn auch wenn zurzeit die Zahl der Aktiven stabil sei - die Wehren der Stadt haben 305 Einsatzkräfte, davon 35 Frauen, das sind sieben mehr als 2009 -, bleibe dies nur so, wenn man die Aktiven halte und durch intensive Öffentlichkeitsarbeit neue gewinne.

Was schwer werden könnte, denn der zeitliche Aufwand für den ehrenamtlichen Dienst steigt drastisch. 55 445 Stunden wurden im vergangenen Jahr geleistet - 9000 Stunden mehr als 2009. „Müsste die Stadt diese Arbeitsstunden bezahlen, wäre sie bankrott“, sagte Brunst. Aber die politisch Verantwortlich hätten erkannt, wie brisant die Lage bei der Feuerwehr sei und fördere und unterstütze nach Kräften. Das zeige sich sowohl an Neubauten von Feuerwehrhäuser (2010 in Bründersen) wie auch an der Beschaffung von Material wie etwa der Schutzkleidung für die Atemschutzgeräteträger. Allein dafür wurden 85 000 Euro investiert.

„Alle, die freiwillig den Hintern für andere hinhalten, müssen ordentliche Schutzkleidung tragen.“

frank Brunst über den Kauf von 110 neuen hosen und jacken

Ohne den Kauf der drei neuen Löschfahrzeuge für Altenhasungen, Bründersen und Istha wurden für Ausrüstung im vergangenen Jahr 1,22 Millionen Euro ausgegeben. Brunst: „Das zeigt, welchen Stellenwert unsere Arbeit für die Stadt hat.“

Im Zusammenhang mit den 205 Einsätzen des vergangenen Jahres (39 Brände, 125 Hilfeleistungen, 31 Brandsicherheitsdienste, zehn Fehlalarme) nannte Brunst als größte Herausforderungen den Gebäudebrand in Gasterfeld im Juni, den umgestürzten Weizenlaster in Niederelsungen ebenfalls im Juni, die Rettung von Schweinen nach einem Lkw-Unfall im September bei Niederelsungen und den Glatteis-Dauereinsatz am Tag vor Heiligabend mit schweren Verkehrsunfällen und einer großen Zahl von Einsätzen zur Amtshilfe. „Innerhalb von kurzer Zeit waren alle Feuerwehren draußen, die Fahrzeuge kamen nur mit Ketten voran.“

All dies sei nur mit gut ausgebildeten und hoch motivierten Feuerwehrleuten zu meistern. TEXT LINKS OBEN

Von Cornelia Lehmann

Quelle: HNA

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