Über 30 Sportler radeln für ein friedliches Europa und machten in Fritzlar Station

Von Belgien nach Berlin

Nach über 500 Kilometern immer noch ein Lächeln auf den Lippen: Teilnehmer der Tour „Radeln für Europa“ beim Zwischenstopp auf dem Fritzlarer Marktplatz. Foto: Stephan

Fritzlar. Man könnte meinen, einige Radfahrer der Tour de France hätten sich gestern auf den Fritzlarer Marktplatz verirrt. Bunte Trikots, Autos mit blinkenden Lichtern und Motorräder mit französischen Kennzeichen zogen die Blicke der Passanten auf sich.

Um das gelbe Trikot kämpfte dort allerdings keiner: Denn bei dieser Tour radeln 30 Radfahrer aus Deutschland, Spanien, Österreich, Schweden, Frankreich und Portugal für Europa. Das gleichnamige Projekt wird von der Europäischen Radfahr-Union in Frankreich veranstaltet und ist ein Friedensintegrationsprogamm. Ziel der Radtour ist ein friedliches Zusammenleben der Nationen in Europa.

Keine Müdigkeit vorschützen

Die beiden Organisatoren Jean Claude Masse aus Belgien und Winfried Hulde aus Deutschland haben die über 900 Kilometer lange Strecke geplant. Gestartet wurde in der belgischen Stadt Marche-en-Farmenne. In fünf Etappen ging es über Bonn nach Vöhl-Ederbringhausen, von dort aus über Nordhausen und Lutherstadt Wittenberg bis Berlin. Nach nur einer kurzen Zwischenstation in Fritzlar setzte die Gruppe ihre Touretappe fort. Müdigkeit durften die Radler nicht vorschützen, denn vor ihnen lag gestern noch ein langer Weg: Schon am morgigen Mittwoch werden sie am Berliner Reichstag erwartet.

Von Isabell Stephan

Quelle: HNA

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