Ausgeglichene, gelassene Tiere

Auf der ganzen Welt gefragt: Friesenzucht in Oberurff läuft gut

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Stolz auf den Nachwuchs: Sylvia Schädlich vom Friesengestüt Oberurff betreut in diesem Jahr fünf Fohlen.

Oberurff. Das Fell glänzt dunkel und seidig in der Sonne - ihren Spitznamen „schwarze Perlen" tragen Friesen nicht umsonst.

Auf großen Koppeln haben sie täglich Bewegung. In den Frühlings- und Sommermonaten wächst die Herde um einige Fohlen an. Fünf sind es in diesem Jahr, die von Sylvia Schädlich und ihrem Mann auf dem Friesengestüt in Oberurff aufgezogen werden.

„Ich liebe Friesen, weil sie so ausgeglichen und gelassen sind“, sagt Sylvia Schädlich. „Die Rasse ist unglaublich vielseitig. Man kann Friesen vor der Kutsche, aber auch für Dressur und Show-Reiten einsetzen.“ Die 48-jährige Sportpädagogin hat seit Jahren mit Pferden zu tun und wurde unter anderem in Spanien ausgebildet.

Platz für 60 Pferde

Auf dem Hof am Rand des Kellerwaldes leben aber nicht nur Friesen, auch mehrere Kaltblüter, die Ponys der Familie und Pensionspferde sind dort untergebracht. In sechs Ställen ist Platz für bis zu 60 Pferde. Der Hof selbst steckt voller Geschichte: Er wurde 1768 erbaut.

Der Platz und die vielen Wiesen in unmittelbarer Umgebung machten ihn für das Ehepaar Schädlich interessant. „Wir haben lange ein solches Objekt gesucht. 2000 haben wir den Hof dann gekauft“, sagt Schädlich. „Uns ist wichtig, dass die Pferde viel Platz und Bewegung an der frischen Luft haben.“

Auch wenn pro Jahr nur wenige Fohlen auf die Welt kommen - die Zucht aus Oberurff ist auf der ganzen Welt gefragt. „Wir haben viele Anfragen aus dem Ausland, derzeit besonders aus Schweden und der Türkei“, sagt Schädlich.

Die Fohlen kommen bereits am zweiten Tag nach der Geburt auf die Weide und haben Anschluss an die Herde. „Wir achten darauf, dass unsere Fohlen gesund aufwachsen. Dazu gehören regelmäßige Entwurmungen und die Eingliederung in den Sozialverband“, sagt Schädlich.

Auf dem Gestüt finden regelmäßig Lehrgänge statt, auch Reittherapie wird angeboten. Für die Therapiekurse werden Kaltblutpferde eingesetzt. Sie gelten als sehr gelassen und können auch schwere Reiter tragen. Im September ist auf dem Hof der Schädlichs wieder eine Zuchtschau für Friesen geplant. Auch dabei sind die Tiere aus Oberurff sehr erfolgreich.

Quelle: HNA

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