Benefizlauf in die Olympiastadt: Zu Fuß zu den Spielen

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Gut gerüstet: Mit selbstgeschmiedeten olympischen Ringen wollen Moritz und Peter Kodlin in das Olympiastadion in London einlaufen.

Jesberg. Von Jesberg bis nach London sind es 800 Kilometer. Genau so weit ist die Strecke, auf die sich Peter und Moritz Kodlin ab dem 3. August begeben. Von Edertal-Bergheim starten sie gemeinsam mit 20 weiteren Läufern in die britische Hauptstadt - zu den Olympischen Spielen.

Die finden vom 27. Juli bis 12. August statt. Die Läufer wollen ihr Ziel am 12. August erreichen. "Dann läuft dort gerade der Marathonwettkampf im Olympiastadion", sagt Kodlin.

"Es ist ein Benefizlauf und wir freuen uns schon sehr auf den achten Tag, denn dann werden wir alle gemeinsam in das Stadion einlaufen", sagt Peter Kodlin. Der 46-Jährige trainiert bereits täglich für den Lauf nach London.

Moritz ist der Jüngste

"Organisiert wird die Tour vom TV 08 Bergheim", sagt Kodlin. Von einem Lauffreund hat er davon erfahren und sich spontan angemeldet. Heute weiß er, dass es gut war, sich schnell zu entscheiden. "Mittlerweile gibt es eine Warteliste", sagt er. Doch ihm und seinem 13-jährigen Sohn sind die Plätze sicher. Moritz ist übrigens der jüngste Startet. "Der älteste ist 62 Jahre."

Mehr als 100 Kilometer legen die Läufer jeden Tag zurück. Dabei muss nicht jeder 100 Kilometer pro Tag laufen. "Wir teilen uns die Strecke auf. Ich laufe jeden Tag 35 Kilometer und Moritz läuft zehn Kilometer", erklärt Peter Kodlin. Danach könne er im Begleitbus mitreisen.

Mit Kleinbussen und Fahrrädern werden die Läufer über die komplette Strecke begleitet.

Die Strecke führt von Bergheim über die Niederlande nach Belgien, dann nach Frankreich und mit der Fähre schließlich nach England. "Alleine kann man solch eine Tour nicht so einfach planen. Da gibt es ja auch Sicherheitsfaktoren, die man beachten muss", sagt Kodlin. Deshalb freue er sich darauf, in der Gruppe zu laufen. Der Lauf nach London ist zugleich auch ein Benefizlauf. "Für jeden Kilometer den wir laufen sollendrei Euro gespendet werden", sagt Kodlin. Dafür suche man noch Unternehmen und Privatleute, die diese Aktion unterstützen. Das Geld fließe der Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg zu. "Es ist egal, ob jemand für einen oder zehn Kilometer spendet - jeder Kilometer zählt", sagt Kodlin und sein Sohn Moritz nickt ihm zustimmend zu.

Ausdauer ist wichtig

Vor allem Ausdauer sei gefragt, sagt Peter Kodlin, der bereits mehrere Marathons gelaufen ist. Im TSV Urfftal ist er aktiv. Er weiß, dass die Laufschuhe das Wichtigste Utensil für die Reise sein werden. "Ich werde drei Paar dabei haben", sagt er. Außerdem Blasenpflaster. Auf große Klimawechsel müsse man sich vermutlich nicht einstellen. Und auch der Linksverkehr in England werde für die Läufer kein Problem, sagt Kodlin mit einem Augenzwinkern.

Übernachten wird die Gruppe in Jugendherbergen. "Es wird bestimmt toll", sagt Moritz, der von einigen seiner Schulkameraden bereits um das bevorstehende Erlebnis beneidet wird.

Kontakt: Wer den Benefizlauf mit einer Spende unterstützen will, bekommt alle nötigen Informationen von Carolin Rohrig, TV 08 Bergheim, 0561/70553699. www.lhw-wf.de

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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