Benefizveranstaltung des Schwarzenberg-Theaters für das Familienzentrum in Homberg

Musik auf die etwas andere Art: Das Schwarzenberg-Theater gastierte mit einer Benefizveranstaltung in der Homberger Stadthalle. Auf dem Foto Thomas Wiegand, Matthias Valentin. Fotos: Meinicke

Homberg. „Es is nu ma, wies is", fasste Justus Riemenschneider am Ende seines Auftrittes in der Homberger Stadthalle in typisch nordhessischer Art die Situation zusammen. Gewohnt grummelig kam der Kabarettist (Klarname Bernd Köhler) in seinem Kabarettprogramm, doch der Anlass seines Gastspiels war alles andere als ärgerlich. Seit 15 Jahren gibt es im Landkreis den gemeinnützigen Verein „Familienzentrum und Elternschule Schwalm-Eder".

Der Auftritt des Schwarzenberg-Theater mit seiner Galionsfigur Bernd Köhler war eine Benefizveranstaltung zu diesem Anlass, unterstützt auch von der Kreissparkasse.

Gut besuchte Stadthalle

Das Jubiläum wurde in der Homberger Stadthalle mit einem humoristisch-musikalischen Abend unter dem Motto „Warum ein Flügel drei Pedale hat…Wer der beste deutsche Flügelspieler war…“ vor fast ausverkauftem Haus gefeiert.

Mit „Welcome“ aus dem Musical Cabaret startete Bass Thomas Wiegand den Abend. Er gehört zum Schwarzenberg Theater ebenso, wie Gabi Nies am Klavier und Matthias Valentin an der Geige.

Justus Riemenschneider alias Bernd Köhler startete nun seine Lachsalven auslösenden Belehrungen zum Thema „Instrumen“d“ales“. Zuerst ging es um die menschliche Stimme, die schreien, wispern, oder stöhnen kann.

Der Nordhesse „anked“

Der Nordhesse aber hat ihr mit dem „Anken“ zur ausdrucksstarken Feinheit verholfen. Während Justus Riemenschneider den Flügel mit einem Pkw verglich, entdeckte er im Inneren einen überdimensionalen Eierschneider.

Nach der Pause erschien ein gestrenger Lehrer mit Perücke und Rohrstock. Eilfertig begann das Publikum mit geforderten Dehnungsübungen, um stimmlich das hohe C zu erreichen.

Als dann Hans Albers und Freddy Quinn musikalisch zitiert wurden, war fast die Reeperbahn erreicht. Immerhin war es da bereits halb Elf, und Regisseur Rolf Römer sprang mit auf die Bühne zum Abschlussbeifall.

Verein hat viel zu bieten

Der Verein Familienzentrum und Elternschule wurde 2001 gegründet. Die Angebotspalette ist riesig. Vorträge, Kurse wie „Mit Kindern kochen“, Zeitmanagement in Familien, Eltern-Kind Gruppen, individuelle Hilfe zu Hause und somit Beratung und Hilfe in allen Fragen des Familienlebens. Neben den Zentren gibt es Kontaktmöglichkeiten über das „Café Klapperstorch“. Inzwischen in Homberg, Fritzlar, Gudensberg, Felsberg und Schwalmstadt eröffnet. „Unsere Angebote sind ein Baustein für frühe Hilfen“, erläutert die Vorsitzende, Inge Koch.

Von Michael Meinicke

Quelle: HNA

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