Bereit für das Abwasser: Neue Kläranlage eingeweiht 

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150 Kubikmeter Fassungsvermögen: Das Rückhaltebecken der neuen Kläranlage verhindert, dass sie bei starkem Regen überläuft. Im Hintergrund sind Strohballen als Lärmschutz zu sehen.

Riede. Die neue Kläranlage des Bad Emstaler Ortsteils Riede ist Freitagmittag offiziell eingeweiht worden. Nachdem verschiedene Optionen wie der Anschluss Riedes an das Bad Emstaler Zentralklärwerk verworfen worden waren, war die neue Kläranlage für den Ortsteil direkt an der Stelle der alten erbaut worden.

800 000 Euro habe der Neubau gekostet, von denen die Hälfte in den kommenden Wochen auf die angeschlossenen Bürger umgelegt würden, sagte Bürgermeister Ralf Pfeiffer in seiner Eröffnungsrede. Er betonte, dass die neue Anlage die Grenzwerte für Schadstoffe weit unterschreite und auch die für den Lärmschutz einhalte. In die Anlage fließen nur Haushaltsabwässer und Regenwasser.

Im Vorfeld hatte es bereits Beschwerden von Anwohnern wegen des Geräuschs der Sauerstoffpumpen gegeben. Sie haben sich inzwischen damit beholfen, dass sie Strohballen als Lärmschutz an der Grundstücksgrenze der Kläranlage aufgestapelt haben.

Kritik gibt es auch von Seiten der Grünen. Michael Brüll vom Bad Emstaler Ortsverband der Partei bemängelt, dass Möglichkeiten wie der Anschluss an das Zentralklärwerk oder das Klärwerk des Niedensteiner Ortsteils Kirchberg nicht sorgfältig genug geprüft worden seien. Man habe sich für die bequemste Lösung entschieden.

Keine Diskussion

„In den Informationsveranstaltungen sind die Bürger vor vollendete Tatsachen gestellt worden, es gab keine Zeit mehr, irgendetwas zu diskutieren“, meinte Brüll.

„Für einen Anschluss an das Zentralklärwerk hätten alle Kanäle auf die andere Seite des Berges umgebaut werden müssen“, sagte Bürgermeister Pfeiffer. Dies sei viel zu teuer gewesen.

Er gehe davon aus, dass durch die neue Anlage in den kommenden 30 Jahren keine weiteren Baukosten auf die Bürger zukämen, fügte Pfeiffer hinzu. Außerdem brauche die Anlage keine Pumpen für das Abwasser, wodurch Betriebskosten gespart würden.

Quelle: HNA

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