SPD: Bedarfsplan muss überarbeitet werden

„Bereitschaftdienst für Ärzte neu regeln“

Schwalm-Eder. Für die Versorgung mit Hausärzten muss nach Ansicht der SPD Schwalm-Eder dringend ein neuer Bedarfsplan erarbeitet werden. Er sollte an den ambulanten medizinischen Notwendigkeiten und dem kleinräumigen Bedarf ausgerichtet werden. Mit der Hausarzt-Versorgung hatte sich der SPD-Unterbezirksvorstand beschäftigt.

Außerdem müsse eine stärkere Kooperation von niedergelassenen Ärzten mit den Kliniken, also eine deutlich stärkere Vernetzung zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor erreicht werden.

„Der Bereitschaftsdienst ist eine große Belastung der Hausärzte und erschwert die Neubesitzung der Arztsitze im ländlichen Raum“, sagte Vizelandrat Winfried Becker. Daher müsse erwogen werden, die Krankenhäuser auch am Wochenende für die ambulante Versorgung zu öffnen oder zumindest die Bereitschaftsdienst-Zentralen an den Krankenhäusern anzusiedeln. Die Kassenärztliche Vereinigung, der Landkreis und die politisch Verantwortlichen in Hessen und im Bund müssten dafür sorgen, dass die Ausstattung mit derzeit 118 Ärzten im Landkreis auch in Zukunft gewährleistet sei.

In den nächsten zehn bis 20 Jahren würden knapp die Hälfte der Hausärzte in den Ruhestand gehen. Insofern bestehe vor allem im südlichen Landkreis erheblicher Handlungsbedarf.

„Honorarregeln ändern“

Eine bessere Bedarfsplanung allein schaffe aber noch keine bessere Versorgung, äußerte der Kreisvorstand. Der Hausarztberuf müsse aufgewertet werden. Deshalb sei eine Honorarregelung für Ärzte nötig, die die Hausärzte insgesamt aufwerte, und eine Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleiste.

Nur durch eine Stärkung der Hausärzte könne auch die Vorbeugemedizin verbessert werden, erklärte der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Edgar Franke. (red)

Quelle: HNA

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