Ärztezentrale am Start

Neue Bereitschaftsdienstregelung ab 2014 im Fritzlarer Hospital

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Am neuen Ärztezentrum: von links Bürgermeister Hartmut Spogat, Dr.Markus Balli, Dr. Wolfgang Dausch, Dr. Norbert Strocka, Michael Möllmann (KV) und Dr. Helmut Hennighausen.

Fritzlar. Krank am Wochenende – die Praxis des Hausarztes hat zu. Was tun? Ab dem neuen Jahr wird einem unter der kostenfreien Telefonnummer 116 117 weitergeholfen. Ab dem 2. Januar 2014 greift nämlich die Neuregelung des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (ÄBD).

Bei einer Informationsveranstaltung im Hospital zum Heiligen Geist wurde das neue System detailliert vorgestellt. Bürgermeister Hartmut Spogat, Hospitalsgeschäftsführer Heinrich Gerdes, der Ärztliche Direktor Dr. Wolfgang Dausch sowie die praktischen Ärzte Dr. Norbert Strocka, Dr. Markus Balli und Dr. Helmut Hennighausen sowie Michael Möllmann (Kassenärztliche Vereinigung Hessen) informierten darüber. Keinerlei Nachteile Den Patienten würden durch die Neuregelung keinerlei Nachteile entstehen, außer eventuell weiterer Anfahrtswege. Hilfreich sei aber, dass außer dem so genannten Sitzdienst im Hospital ein weiterer Arzt für den Fahrdienst in Bereitschaft ist.

Damit ist auch ein Hausbesuch beim Patienten möglich, wenn das die ÄBD-Dispositionszentrale, in der alle Anrufe eingehen, veranlasst. Die Experten wiesen darauf hin, dass der Notruf 112 bestehen bleibe. Er ist vom Ärztedienst völlig getrennt und kann bei akuten und lebensbedrohlichen Notfällen alarmiert werden. Mit der Neuerung des Systems sollen die niedergelassenen Ärzte im ländlichen Bereich bei Bereitschaftsdiensten entlastet werden. Gleichzeitig soll der Anreiz für junge Ärzte erhöht werden, eine Praxis zu übernehmen.

Finanziert werde der ÄBD von den niedergelassenen Ärzten. Der Dienst im Hospital wird stundenweise vergütet und nicht pro Fall. Das Hospital zum Heiligen Geist stellt die Räume, vergleichbar mit einer Arztpraxis, zur Verfügung. Dafür bekommt das Krankenhaus einen festgeschriebenen Betrag, der aber, laut Dr. Dausch, die Kosten nicht vollständig decke. Im Hospital wird zur Zeit ein Schilderleitsystem montiert, damit die Patienten ohne Umwege die Arztzentrale erreichen. Dort kann man zu den Öffnungszeiten auch hingehen, ohne vorher die Nummer 116 117 anzurufen.

Die ÄBD-Zentrale in Fritzlar:

Hospital zum Heiligen Geist, Am Hospital 6, Fritzlar. Öffnungszeiten ab 2. Januar: • montags, dienstags und donnerstags 19 bis 22 Uhr • mittwochs 17 bis 20 Uhr • freitags 17 bis 20 Uhr • samstags, sonntags, Feiertage 10 bis 13 Uhr /17 bis 20 Uhr. Kontaktaufnahme über die Tel.-Nummer 116 117: • montags und dienstags 19 bis 7 Uhr, mittwochs 14 bis 7, donnerstags 19 Uhr bis 7, freitags 14 bis 7 Uhr, Wochenende/Feiertage rund um die Uhr. ÄBD-Zentrale Kassel, Wilhelmshöher Allee 67: • montags und dienstags 19 bis 7 Uhr • mittwochs 14 bis 7 Uhr • donnerstags 19 bis 7 Uhr • freitags 14 bis 7 Uhr • Wochenende/ Feiertage rund um die Uhr. Kontaktaufnahme über die Nummer 116 117: • montags und dienstags 19 bis 7, mittwochs 14 bis 7, donnerstags 19 bis 7, freitags 14 bis 7 Uhr; Wochenende und Feiertage rund um die Uhr. Bereich Wolfhagen (auch für Niedenstein): Kreisklinik Wolfhagen, Am Kleinen Ofenberg 1, Wolfhagen (Wochenwechsel mit Bad Arolsen): • montags bis freitags nach Vereinbarung mit ÄBD-Arzt • samstags/sonntags/Feiertage 10 bis 12 Uhr/ 16 bis 18 Uhr. Telefonische Kontaktaufnahme über die Nummer 116 117: • montags und dienstags 19 bis 7 Uhr, mittwochs 14 bis 7 Uhr, donnerstags 19 bis 7 Uhr, freitags 14 bis 7 Uhr, Wochenende/Feiertage rund um die Uhr. (hro)

Quelle: HNA

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