Weltkulturerbe-Bewerbung

Bergpark im Miniformat: Parkanlage in Riede wiederhergestellt

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Wasserspiele im Schlosspark: Zur Welterbe-Bewerbung im Jahr 2011 wurde die Nachbildung in Riede wiederhergestellt.

Riede. Über die Entscheidung, den Bergpark Wilhelmshöhe als Weltkulturerbe auszuweisen, strahlt man auch in Riede. Denn hier gibt es eine originale Nachbildung der Kasseler Parkanlage, die pünktlich zur Antragstellung 2011 wiederhergestellt wurde: Der Rieder Landschaftspark des Heinrich von Meysenbug aus dem Jahr 1780.

Maren Brechmacher-Ihnen, eine der Initiatorinnen des Welterbeantrages und Expertin historischer Parkanlagen, war zur fachlichen Begleitung in Riede hinzugezogen worden. Sie entdeckte viele Übereinstimmungen der verschiedenen Elemente in Riede mit dem Bergpark, wie die Brücke, den Teichauslauf und die Kaskadenanlage. Architekten aus Kassel, wie Jussow und Müntz, die im Auftrag des Landgrafen die Arbeiten im Bergpark planten, begleiteten auch damals die Gestaltung in Riede.

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Insofern wurde die Rieder Anlage ausdrücklich als wichtige Begleitung der nun als Weltkulturerbe unserer Region benannten Wilhelmshöhe erwähnt. Norbert Zimmermann, Vorsitzender des Fördervereins in Riede, freut sich über die Anerkennung aus Pnomh-Penh. „Nachdem der Deutsche Denkmalpreis 2012 direkt nach Riede ging, haben wir jetzt mittelbar und im wahrsten Sinne des Wortes am Rande an einer bedeutenden Auszeichnung teilnehmen können“.

Zusammen mit der Eigentümerfamilie Dres. Kahl, die Schloss und Park Riede 2007 erwarben und seitdem behutsam renovieren, hat der Verein schon viele kulturelle Veranstaltungen in und um den Park organisiert. Gerade erst besuchte die Deutsche Burgenvereinigung mit mehreren hundert Interessierten Riede. Immer wieder führt Zimmermann Gruppen durch den Park. Zu den Tagen des offenen Denkmals kamen jeweils über tausend Besucher.

Erst kürzlich überzeugte sich Prof. Gerd Weiß, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege in Wiesbaden von den Fortschritten in Riede. Weiß war verantwortlich für die Antragstellung bei der UNESCO und vertrat die Kasseler Interessen in Pnomh-Penh. Auch für Dr. Johannes Kahl ist die Aufnahme des Bergparkes in die Liste der Welterbe ein wichtiger Moment für Riede. „Mit der 2011 der Öffentlichkeit vorgestellten Schrift Die Kleine Wilhelmshöhe haben wir den Bezug zwischen Schloss Riede und der Wilhelmshöhe dokumentieren können und damit strahlt nun das Weltkulturerbe bis ins Wolfhager Land.“ (ewa/red)

Quelle: HNA

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