Bernhard Mantei will Bürgermeister in Fritzlar werden

Bernhard Mantei

Fritzlar. In Fritzlar ist er bekannt wie ein bunter Hund, und nun will er Bürgermeister der Domstadt werden: Bernhard Mantei wirft seinen Hut in den Ring für die Wahl Ende Januar.

Am 1. Juli will der 61-jährige Liedermacher und Sozialpädagoge im Rathaus die Unterlagen abholen. Die 75 Unterschriften, die er für den Antrag braucht, seien „kein Problem“, sagt der Fritzlarer. Mantei hat eine bunte Biografie vorzuweisen. Er ist Diplom-Sozialpädagoge und hat dazu Supervision für soziale Berufe studiert. Mantei war Außenstellen-Internatsleiter der Homberger Gehörlosenschule, Mitarbeiter der Beratungsstelle Pupille und erster Stadtjugendpfleger in Fritzlar.

Seit 1985 betreibt er eine soziotherapeutische Praxis in Fritzlar, und seit ein paar Wochen hat er eine Anstellung in der Sozialberatung in einer Klinik in Bad Wildungen. Manteis großes Hobby ist die Musik. Gestartet ist er als, wie er sagt, „poetischer Liedermacher“, er hat aber auch Schlager wie „Engelchen und Teufelchen“ gesungen. Dieser Song wurde laut Mantei insgesamt mehr als 250 000 mal verkauft. Den größten Teil des Textes hat Matthias Reim geschrieben.

„Ich will die Stadt beleben“, sagt der dreifache Vater über seine Vision für Fritzlar. Unter anderem wolle er den heimischen Geschäften Werbeanzeigen als Anschub finanzieren. Ein weiteres Steckenpferd des Fritzlarers ist das Wasser, das belebte Wasser genauer gesagt. Laut dieser Theorie verliert Wasser auf dem Weg durch die Rohre seine Lebendigkeit. Die könne ihm aber mit einer bestimmten Technik zurück gegeben werden. Mantei ist ein Verfechter dieser Idee und will das belebte Wasser unter anderem für das Fritzlarer Freibad nutzen. Seine Trümpfe sieht Mantei darin, dass er in der Stadt sehr bekannt ist und durch seine Arbeit als Jugendpfleger Verwaltungserfahrung habe. Und die Kultur liegt ihm am Herzen. Er habe schon viel initiiert in der Stadt, unter anderem ein Marktplatzfest. Seine neueste Idee: Ein Straßenmalerwettbewerb, den er als Bürgermeister eröffnen würde.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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