Zehnte Jobfit-Messe: 900 Schüler informierten sich an Ständen von mehr als 40 Firmen

Die Berufe fest im Blick

Hier drückt keinen der Schuh: Die Auszubildenden der Firma Rohde in Ziegenhain informierten an ihrem Stand am Mittwoch bei der zehnten Jobfit-Messe über viele Möglichkeiten einer betrieblichen Ausbildung. Fotos: Rose

Ziegenhain. 900 Schüler aus dem Altkreis waren am Mittwoch in die Beruflichen Schulen nach Ziegenhain zur zehnten Jobfit-Messe gekommen, um sich für ihre berufliche Zukunft zu informieren. Mehr als 40 Betriebe – so viele wie nie zu vor – präsentierten sich im Schulgebäude im Dammweg, Fachleute beantworteten Fragen rund um die Berufswahl.

Fachoberschülerin Josephine Seidler (17) nutzte die Gelegenheit, mit den Azubis der Kreissparkasse (KSK) ins Gespräch zu kommen. „Die Schüler stellen sehr gezielte Fragen nach Dauer und Inhalten der Ausbildung“, erklärte Cathrin Schönhof von der KSK. Der Industriemechaniker-Azubi David Salzmann und die angehenden Industriekauffrauen Theresa Zeßig und Solveig Kroker zeigten am Stand der Firma Horn und Bauer, wie aus Kunststoffgranulat hochwertige Folie wird. „Die Nachfrage nach Flyern war groß“, berichteten sie.

Reger Betrieb herrschte in den Werkstätten. Waldemar Bruch und Dimitri Stief, beide 17 und Berufsfachschüler der 11. Klasse, legten Hand im Maschinenraum an. Sie erklärten den Besuchern, wie eine Drehbank funktioniert. Dass technische Berufe nicht länger eine Domäne männlicher Azubis sind, bewies die angehende Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik Cindy Richter: „Ich fand es aber schade, dass Schüler sich nicht getraut haben, uns direkt anzusprechen – schließlich haben sie hier direkt die Möglichkeit, etwas aus der Praxis zu erfahren“, sagte die 17-Jährige. Zu ihrer eigenen Berufswahl erklärte sie: „Die Ausbildung ist sehr mathematisch – aber das ist reine Lernsache und der Beruf macht einen Riesenspaß.“

Technik zum Anfassen hatten auch die Kraftfahrzeug-Mechatroniker vorbereitet. Ferdi Özkaya und Taifun Kurnaz aus dem dritten Lehrjahr begleiteten die Schüler durch einen Parcours, in dem die Besucher unter anderem mehr über diagnoseunterstützte Reparaturen erfuhren. „Im Kreis gibt es etwa 45 Ausbildungsbetriebe“, erläuterte Innungsobermeister Uwe Schulz. „Die Ausbildung ist weiterhin attraktiv, aber häufig fehlen uns qualifizierte Bewerber“, sagte Kraftfahrzeugmeister Hans-Jürgen Grögor.

Ergänzt wurde die Präsentation der Firmen durch Informationen über schulische, aber auch außerschulische Weiterbildungsmöglichkeiten.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

Kommentare