Müller: Schuldenbremse verstärkt das Problem

Berufshilfe Hephata leidet unter Kürzung

In der Praxis: Die Auszubildende Mascha Richter erklärt Hephata-Direktor Pfarrer Peter Göbel-Braun, der Abgeordneten Regine Müller und Bereichsleiter Berufshilfe, Andreas Koch, ihr Arbeitsgerät (von links). Foto: privat

Schwalmstadt. Der Berufshilfe Hephata in Treysa hat Landtagsabgeordnete Regine Müller (Schwalmstadt) einen Besuch abgestattet.

Neben einem Gespräch mit dem Hephata-Vorstand und dem Leiter der Berufshilfe stand ein Rundgang durch die Ausbildungsstätten in den Bereichen Holz und Hauswirtschaft an.

Laut Bereichsleiter Andreas Koch leidet die Berufshilfe unter den aktuellen Kürzungen. Dauerten Maßnahmen zur Berufsqualifizierung und -bildung früher neun Monate, so seien es heute nur noch neun Wochen.

Hephata-Direktorin Barbara Eschen sagte, zirka zehn Prozent schaffen den üblichen Einstieg in den dualen Ausbildungsweg aus Berufsschule und Praxis nicht: „Da verscherzt man es sich jetzt mit einer ganzen Generation. Es ist unwürdig, diese Menschen nicht mit einzubeziehen. Erstausbildung und Berufseinstieg sind immens wichtig.“ Regine Müller versprach, das Thema weiter voran zu bringen, „aber mit der Schuldenbremse werden wir in den kommenden Jahren im Bildungs- und Sozialsektor noch stärker zu tun haben“.

Seit den 70-er Jahren

Die Berufshilfe Hephata gibt es seit den 1970-er Jahren. Das Einzugsgebiet erstreckt sich von Stadtallendorf bis Ottrau und Fritzlar. Geboten werden Berufsvorbereitung, Ausbildung, Trainingsmaßnahmen, Förderung beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten, Beratungsangebote und Internationale Bildungsarbeit.

In den vergangenen beiden Jahren haben je 900 Menschen die Hilfe der Berufshilfe Hephata in Anspruch genommen, angefangen vom zweiwöchigen Training bis zur dreijährigen Ausbildung. (aqu)

Quelle: HNA

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