Das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode gab ein umjubeltes Konzert

Beschwingt ins neue Jahr

Eine der Zugaben war Paul Linckes bekanntes Lied „Das ist die Berliner Luft“ aus der Operette Frau Luna. Noch singt und klatscht das Publikum zu verhalten. Dirigent und Solisten forderten mehr Einsatz von den Zuhörern. Foto: Auerbach

Bad Zwesten. Wie man musikalisch beschwingt und mit guter Laune in das neue Jahr kommt, zeigten die Musiker des Philharmonischen Kammerorchesters Wernigerode am Samstagabend im Kurhaus in Bad Zwesten.

Das Orchester war erst vor wenigen Tagen von einer China-Tournee zurückgekehrt, zeigte aber von Jetlag keine Spur. In großer Spiellaune entzündete das Orchester unter der Leitung von Dirigent Christian Fitzner auf der Bühne ein prächtiges Feuerwerk der leichten Muse. Walzer und Polkas der Wiener Komponisten Brüder Johann und Eduard Strauß strahlten Lebensfreude und Leichtigkeit aus.

Zwei unterhaltsame Stunden

Die Auftritte von Fabienne Keppler, Sopran, und Roman Tsotsalas, Bariton, rissen das Publikum mit. Als Solisten und im Duett verliehen ihre gefühlvollen Stimmen dem Konzert den klangvollen Glanz. So gestalteten die Akteure im Wechsel zwei unterhaltsame Stunden.

Großartig, wie das Orchester in der Konzerteröffnung seine ganze Klangpracht mit dem dynamischen Spiel der Ouvertüre zur Operette „Die Fledermaus“ aus dem Jahr 1874 entfaltete. Dann entführte die reizende Fabienne Keppler die Zuhörer zu Paul Linckes Operette „Frau Luna“.

Mit ihrem Charme, den strahlenden Augen und ihrer klaren, warmen Stimme verzauberte sie das Publikum mit „Schlösser, die im Monde liegen“ im Handumdrehen. Johann Strauß’ „Im Krapfnwald’l“ führte zurück auf Mutter Erde und in die Natur bei Wien.

Bei der „Polka francaise“ sorgten einige Musiker mit viel Vogelgezwitscher und Kuckucksrufen für Stimmung. Ein Höhepunkt war das Duett „Lippen schweigen“ aus Franz Léhars Operette „Die lustige Witwe“. Fabienne Keppler als Hanna und Roman Tsotsalas als Graf Danilo gestanden sich in dem Lied ihre Liebe, die sie mit einem zärtlichen Tanz vor der Bühne bewiesen. Christian Fitzner stellte fest „Das ist der Moment, wo der Dirigent den Bariton beneidet.“ Österreichs heimliche Hymne „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß war der Schlusspunkt eines umjubelten Konzertes, das drei Zugaben bot. ARTIKEL LINKS

Von Michael Auerbach

Quelle: HNA

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