Auslandspraktikum in Dänemark

Projekt bei Jugendwerkstatt Felsberg: Bessere Chance auf Arbeit

Erfahrungen sammeln: 18 junge Frauen und Männer sind derzeit zum Auslandspraktikum in einer Produktionsschule im dänischen Nykøbing/Falster. Foto: Kamisli

Felsberg. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern – darum geht es für die Teilnehmer eines Projektes der Jugendwerkstatt Felsberg im Programm IdA – Integration durch Austausch. Vier Wochen lang machen die Teilnehmer ein Praktikum in Betrieben im Ausland.

Das Projekt läuft bereits seit zwei Jahren in der Jugendwerkstatt. Neu ist, dass außer in Polen und Frankreich erstmals ein Praktikum in Dänemark angeboten wird.

Und neu ist auch die Zielgruppe. Das Auslandspraktikum in Dänemark wird ausschließlich für Berufsschüler angeboten, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben oder Schwierigkeiten haben, sich auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren, sagt Angelika Horstkotte-Pausch, Geschäftsführerin der Jugendwerkstatt Felsberg. In der Regel richtet sich das Praktikumsangebot an alle Arbeitslosen mit Handicap.

Derzeit sammeln 18 junge Frauen und Männer aus den Berufschulen in Melsungen, Schwalmstadt und Fritzlar an einer Produktionsschule im dänischen Nykøbing/Falster erste Erfahrungen im Ausland. Drei Mitarbeiter der Jugendwerkstatt begleiten sie. Um die Teilnahme der Schüler zu ermöglichen, mussten die Schulen laut Horstkotte-Pausch den Praktikumszeitraum vereinheitlichen.

Fit für den Arbeitsmarkt

Ziel dieses vierwöchigen Praktikumsaufenthaltes im Ausland ist es, die Jugendlichen für den Arbeitsmarkt fit zu machen. Dazu gehöre es auch, Fähigkeiten wie Verantwortung für sich und die Gruppe zu übernehmen, Selbstorganisation, Selbstständigkeit und Selbstvertrauen zu schulen, sagt Angelika Horstkotte-Pausch.

Im Vorfeld wurden die Berufschüler in der Jugendwerkstatt auf ihren Auslandsaufenthalt vorbereitet. Auf dem Programm standen unter anderem Sprachtraining in Englisch – einen Dänischkurs gibt es dann in Dänemark – und ein Mobilitätstraining in Frankfurt.

Wenn die jungen Frauen und Männer Ende März aus Dänemark zurückkehren, werden sie je nach Bedarf noch bis zu sechs Wochen betreut. In dieser Zeit sollte es klappen, dass die Teilnehmer vermittelt werden können. Die Jugendwerkstatt arbeitet seit 30 Jahren in diesem Bereich und kann auf ein großes Netzwerk mit vielen Betrieben in der Region zurückgreifen, sagt Horstkotte-Pausch. Auch das Jobcenter ist in die Nachbetreuung mit eingebunden. „Das ergänzt sich alles sehr gut. Die Zusammenarbeit mit den Schulen und dem Jobcenter macht richtig Spaß“, sagt die Geschäftsführerin.

Von den Teilnehmern, die bisher an einem Auslandspraktikum teilgenommen haben, sind laut Jugendwerkstatt 37 Prozent in Ausbildung oder Arbeit, 33 Prozent nehmen an Qualifizierungsmaßnahmen teil, 15 Prozent sind in Vermittlung, und 15 Prozent sind weiter arbeitslos.

Quelle: HNA

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