Bestattungswald sorgt für Wirbel in Neukirchen

Trauer unter Bäumen: Unser Archivbild entstand im Friedwald Reinhardswald, einem der ersten deutschen Bestattungswälder. Archivfoto: dpa

Neukirchen. Die Diskussion um die Schaffung eines Bestattungswaldes geht in Neukirchen kontrovers weiter. Die Idee geht zurück auf einen Antrag der FDP-Fraktion vom Sommer 2015 und hat zuletzt im gesamten Altkreis Wellen geschlagen.

Während die einen Urnenbestattung im Wald als Gefahr und hausgemachte Konkurrenz für die bestehende Friedhofskultur und betrachten, wird ein solches Angebot in sozialen Netzwerken offenbar von vielen begrüßt. Bei der Weihnachtssitzung des Stadtparlaments wurde der Tagesordnungspunkt zu später Stunde engagiert debattiert, und das obwohl sich der Haupt- und Finanzausschuss für eine Vertagung in die Märzsitzung ausgesprochen hatte.

Weiter wurde in dem Ausschuss vereinbart, dass nicht nur die hohen Kosten im sechsstelligen Bereich, sondern auch die Erlöse eines eigenen Bestattungswaldes ermittelt werden sollen. Kommerzielle Anbieter wie Friedwald berechnen bis zu 6000 Euro pro Urnenstätte.

Eine geeignete Fläche könnte eine Sechs-Hektar-Fläche im Stadtwald zwischen Neukirchen und Seigertshausen sein.

Im Schwalm-Eder-Kreis gibt es bislang noch keine Bestattungswälder, die nächsten befinden sich bei Laubach, Marburg-Weimar und im Reinhardswald.

Mit neuen Daten und Informationen geht es im März weiter.

Mehr in unserer gedruckten Ausgabe.

Quelle: HNA

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