Kouilbi Yameogo berichtete beim Patenelternabend von Kindern aus Burkina Faso

Besuch aus Koudougou

Nachrichten aus Koudougou: Emmanuel Goujard, Kouilbi Yameogo, Christiane Heinecke-Porstmann und Alexander Schmidt (von links) vom Städtepartnerschaftsverein. Foto: V. Koch

Melsungen. Briefe, Geschenke und Schulzeugnisse aus Koudougou hat Kouilbi Yameogo am Donnerstagabend im Gepäck gehabt. Der Besuch aus Burkina Faso berichtete den Pateneltern in der Melsunger Stadthalle von den 438 Kindern und Jugendlichen aus Koudougou.

Mit dem Kinderpatenschaftsprojekt unterstützen Melsunger die Kinder finanziell. Die Unterstützung ermöglicht ihnen einen Schulbesuch. „Für das Geld müssen die Kinder auch etwas tun“, sagt Yameogo. Regelmäßig müssen sie eine Schul- und Ausbildungsbescheinigung abgeben. „Auch die Ausbildung kostet in Burkina Faso Geld“, erklärt der Besuch aus Koudougou den Pateneltern.

Die schulischen Leistungen ihrer Patenkinder auf dem schwarzen Kontinent interessierte die Melsunger beim Patenelternabend sehr. Neugierig studierten sie die von Yameogo mitgebrachten Zeugnisse.

Allerdings hatte Yameogo noch nicht alle Briefe, Geschenke und Zeugnisse aus Koudougou mit im Gepäck. „Es waren einfach zu viele“, sagt er. Bei seinem Flug konnte der Afrikaner daher nur einen Teil der Nachrichten mitnehmen. „Die restlichen Sachen kommen noch vor Weihnachten“, sagt Yameogo.

Die Pateneltern werden benachrichtigt, wenn die Briefe angekommen sind. „Abgeholt werden können die Päckchen dann im Rathaus“, sagt Emmanuel Goujard, Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins.

Neben dem Geld für die schulische Ausbildung unterstützen viele Pateneltern die Kinder auch darüber hinaus finanziell. „Allerdings sollte Geld nicht per Post verschickt werden“, sagt Yameogo. Dabei bestehe nicht nur die Gefahr, dass es verloren gehe, auch die Wechselgebühren seien hoch. Besser ist es, das zusätzliche Geld auf das Sammelkonto zu überweisen. (yvk)

Quelle: HNA

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