Borken unterhält Kontakte zu SOS-Kinderdorf in Ungarn, das 20 Jahre alt wurde

Zu Besuch im Patendorf

Gastgeschenk: Bürgermeister Bernd Heßler (rechts), Stadtverordneter Muhamed Talic (links) und Stadtverordnetenvorsteher Heinz Meier (Zweiter von links) überreichten eine Urkunde an Imre Szilágyi, Leiter des SOS-Kinderdorfes Köszeg. Fotos: privat

Borken/Köszeg. In der ungarischen Stadt Köszeg gibt es seit 20 Jahren ein SOS-Kinderdorf, in dem zehn Familien mit etwa 100 Kindern leben. Seit 2001 wird es von der Stadt Borken unterstützt; sie unterhält eine Patenschaft zum Kinderdorf.

Seit dem Sommer 2007 verbringen Jahr für Jahr Mädchen und Jungen aus dem SOS-Kinderdorf unbeschwerte Ferientage bei Borkener Gastfamilien. Das 20-jährige Bestehen nutzte die Stadt nun zum Besuch mit einer offiziellen Delegation.

Großes Besuchsprogramm

Für die Borkener Gäste hatte Imre Szilágyi, Leiter des SOS-Kinderdorfs, ein Besuchsprogramm vorbereitet. Dazu gehörten Besichtigungen der Stadt Köszeg, des Schlosses Ezsterhazi in Fertöd, eine Weinprobe beim örtlichen Winzer sowie gesellige Abende mit Programm und vielen Gesprächen mit den SOS-Müttern und den Kindern des Dorfes.

Im Mittelpunkt des viertägigen Besuches stand der Festakt zum 20-jährigen Bestehen des SOS-Kinderdorfes. Bürgermeister Bernd Heßler verdeutlichte in seinen Worten die Ernsthaftigkeit der eingegangenen Patenschaft und den hohen Rückhalt in der Borkener Bevölkerung. „Wir werden auch in Zukunft unsere Verpflichtungen aufrecht erhalten und im Rahmen unserer Möglichkeiten das SOS-Kinderdorf materiell und finanziell unterstützen und selbstverständlich wie bisher die Kinder zu Ferienaufenthalten nach Borken einladen und die freundschaftlichen Bande weiter festigen“, sagte er.

„Wir werden die freundschaftlichen Bande weiter festigen.“

Bürgermeister Bernd Hessler

Neben dem Jubiläumsgeschenk in Form einer gravierten Vase und einer Urkunde übergab Heßler eine Spenden der Borkener Bewohner, Firmen und Banken an den Leiter des Kinderdorfes. Vertreter der im Borkener Stadtparlament vertretenen Fraktionen hatten ebenfalls Geldspenden im Gepäck.

Erinnerung an Boppert

Anneliese Boppert, Witwe von Heinz Boppert, der sich über Jahre stets für das SOS-Kinderdorf Köszeg engagiert hatte, überreichte einen Geldbetrag, der anlässlich der Beerdigung ihres Mannes zusammengetragen worden war.

Mit einer Gedenkminute an der Tafel, die an den Gründer der SOS-Kinderdörfer, Hermann Gmeiner, erinnert, endete der Festakt.

Im Sommer 2014 wird es ein Wiedersehen geben, denn dann steht der alljährliche Ferienaufenthalt von Mädchen und Jungen aus dem SOS-Kinderdorf in ihrer Patenstadt Borken an. (red)

Quelle: HNA

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