Tag der offenen Tür in der Naumburger Hummelwerkstatt

Besuch bei den Sanftmütigen

Bauten Nisthilfen für Insekten: Nils und Nico Rath mit ihrem Freund Fabian Haase (von links) am Samstag an der Hummelwerkstatt in Naumburg. Foto:  Hoffmann

Naumburg. Hummeln leben in Sommerstaaten und besuchen ebenso wie die kleineren Honigbienen die Blüten von Nutz-, Zier- und Heilpflanzen, um Nektar für sich und die im Nest befindliche Brut zu sammeln. Normalerweise tun sie das im Verborgenen, in der Naumburger Hummelwerkstatt aber lassen sie sich dabei über die Flügel schauen.

Beim Tag der offenen Tür am Samstag gab es überraschend wenig zu sehen, denn die Hummeln sind noch nicht so weit. „In diesem Jahr sind sie im Vergleich zu den Vorjahren etwa vier Wochen zurück“, sagte Claudia Thöne vom Natur- und Informationszentrum. Dennoch durften die Gäste die Entwicklung eines Volkes beobachten.

Zuckerwasser als Beifutter

Sahen sie im Rotlichtraum ganz genau hin, konnten sie sogar erkennen, wie die Hummeln das Zuckerwasser aufnehmen, das ihnen als Beifutter gegeben wird. Die Schauanlagen enthalten eine Nisthilfe, die die Hummeln über Röhren nach außen in den angrenzenden Garten verlassen können, wo mehrere Nistkästen aufgestellt sind. Wer genau aufpasst, kann hier viel erfahren über Flugfertigkeit, Sanftmut, Sammelstrategien und Bestäubungsvorgänge der Hummeln.

Zum Tag der offenen Tür lockten auch Mitmachaktionen. Bei verschiedenen Forscheraufträgen galt es unter anderem, die Einfluglöcher am Hummelhaus zu beobachten, verschiedene Pflanzen etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und herauszufinden, was die Hummel auf den Blüten eigentlich genau macht. So macht Lernen Spaß. (zhf)

Quelle: HNA

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