500 Besucher sahen Musicals in Concert in der Homberger Stadthalle

Musicals in Concert

Homberg. Beliebte Melodien aus Musicals, Ohrwürmer, spritzige Akteure und frenetischer Beifall von 500 Besuchern: So lautet das Fazit eines beeindruckenden Auftritts der Tournee-Produktion „Musicals in Concert“.

Auf Initiative des Homberger Kulturrings gastierte das Ensemble am Samstagabend im Stadthallensaal der Kreisstadt.

Mit einem umfangreichen Programm entführten die Darsteller Christina Fry, Maria Jayne Hyde, Mark R. Polak und Nivaldo Allves das Publikum auf einen abwechslungsreichen Streifzug durch mehrere Jahrzehnte Musicalgeschichte. Den Live-Charakter unterstrich die vierköpfige Rainbow Band mit Schlagzeuger Andy Wölke, Bassist Rainer Wind, Pianist Willem Beuß sowie Instrumental-Allrounder und Moderator Peter Wölke.

Liebe und Leidenschaft

Mit geschicktem Wechsel von Soli, Duetten und Ensembleauftritten sangen sich die Akteure durch rund zwei Dutzend Musicals. Dabei spiegelten sich Liebe und Leidenschaft, Einsamkeit, Eifersucht und Rache in romantischen Balladen, fetzigem Rock´n Roll und Kult-Klassikern. So umgarnte Lloyd-Webbers geheimnisvolles Phantom der Oper seine Herzensdame, während der Starlight Express stilecht auf Rollschuhen heranbrauste. Den deutschen Kontrast zu Rock´n Roll und Disco-Manie der Tanzmusicals Grease und Saturday Night Fever lieferten Udo Lindenbergs musikalische Liebesgeschichte Hinterm Horizont sowie Udo Jürgens´ Bademantel-Geständnis: „Ich war noch niemals in New York“.

Zu absoluten Publikumsrennern mutierten die mitreißende Queen-Rockmusik aus We will rock you, der ausgeflippte Nonnenchor aus Sister Act sowie Christina Frys charismatischer Auftritt als Edith Piaf. Völlig aus dem Häuschen schließlich gerieten nicht nur die weiblichen Gäste, als Nivaldo Allves als Frank´N Furter in sexy Kostümierung in Strapsen und auf hohen Hacken das schrille Transsexuellen-Milieu der „Rocky Horror Show“ zelebrierte.

Plötzliche Hitzewallungen

Spätestens in diesem Moment wechselten beim Publikum rhythmisch zuckende Hände und chronisch wippende Beine mit impulsiven Gefühlsausbrüchen, rasendem Puls und plötzlichen Hitzewallungen. Donnernder Applaus, stehende Ovationen und Zugabeforderungen – die von den Künstlern gerne erfüllt wurden –, waren die logische Konsequenz für einen fulminanten Musical-Abend.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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