Populäre Sonderausstellung erklärt Anstieg

Besucherrekord beim Regionalmuseum: 2812 Gäste kamen nach Wolfhagen

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Freut sich über den Besucherzuwachs: Museumsleiterin Beate Bickel (54) im Hans-Staden-Raum, der den Brasilienreisen des berühmten Wolfhager Bürgers gewidmet ist.

Wolfhagen. Für das Regionalmuseum Wolfhager Land war 2013 ein ereignisreiches und positives Jahr. „Wir sind sehr zufrieden mit der Besucherresonanz", sagt die Leiterin Beate Bickel. Das Jahr 2013 begann mit einer Ausstellung, die zum Besuchermagneten avancierte.

Die Sonderausstellung „Legalisierter Raub - Die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933 bis 1945“ und das umfangreiche Begleitprogramm besuchten rund 1800 Menschen von Januar bis April, die sich mit diesem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte auseinandersetzen wollten. Diese Ausstellung habe intensive und produktive Diskussionen ausgelöst, eines der Ziele eines jeden Museums, so Bickel.

Die Popularität der Sonderausstellung erklärt auch den massiven Anstieg der Besucherzahlen. Denn im vergangenen Jahr haben insgesamt 2812 Gäste das Museum besucht, während es 2012 nur 1802 waren. Die Besucherzahlen seien über die Jahre immer wieder angestiegen, aber nie so sprunghaft, wie im abgelaufenen Jahr.

Weitere Höhepunkte des Jahres waren die Aktion zum Internationalen Museumstag unter dem Motto „Wie bei den Indianern“, die Fachtagung zu den archäologischen Funden in der Wolfhager Stadtkirche, die „Kleine Museumsnacht“ Anfang September und die Ausstellung „Vom Schreiben zum Drucken“, die noch bis zum 31. Januar in der ehemaligen Zehntscheune zu sehen ist.

Ausblick auf 2014

Ein erster Höhepunkt in diesem Jahr ist der Vortrag „Schrift und Schreiben im Zeitalter des Buchdrucks“, den der frühere Leiter des Museums, Dr. Jürgen Römer, am Mittwoch, 15. Januar, ab 19.30 Uhr halten wird. Ab Ende März wird es in der alten Zehntscheune eine Kunstausstellung mit den Werken Wolfgang Pfeils geben.

Ab Mai werden statt der Bilder des Schauenburgers die Werke der Familie Halfar zu sehen sein.

Besonders freut sich Bickel auf die Aktion „Raubritter auf der Weidelsburg?“ anlässlich des Internationalen Museumstag am 18. Mai. Mitmachaktionen kämen immer sehr gut an. „Der letzte Aktionstag zum Thema Drucken im November richtete sich eigentlich an Kinder - aber am Ende saßen dann lauter Erwachsene am Tisch und haben sich begeistert an Schreibfeder und Druckerpresse versucht“, sagt die studierte Volkskundlerin lächelnd.

Eines ihrer Ziele in diesem Jahr sei es daher, das pädagogische Konzept des Museums weiterzuentwickeln.

Service

Das Regionalmuseum Wolfhager Land hat Dienstags, Mittwochs und Donnerstags von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr geöffnet . Am Samstag und Sonntag können die Exponate von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Im Januar bleibt das Museum am Wochenende geschlossen.

Der Eintritt inklusive Audioguide kostet für Erwachsene drei Euro, für Kinder bis 17 Jahren einen Euro, Kinder bis Fünf zahlen keinen Eintritt. Informationen zu Gruppenrabatten, Führungen und mehr unter: www.regionalmuseum-wolfhager-land.de (pm)

Quelle: HNA

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