Der Verein für Palliativ-Versorgung informierte in Homberg über seine Arbeit

Betreuung am Lebensende

Experten für Palliativmedizin: von links Bettina Nickel, Dr. Wolfgang Weber und Lars Viereck. Foto: Dellit

Schwalm-Eder. Ihre Arbeit bekannter machen, damit Ärzte, Pfleger und Angehörige im Notfall wissen, an wen sie sich wenden können – das war das Ziel des Palliativtages am Samstag in der Homberger Stadthalle.

Eingeladen hatte dazu der Verein Spezielle Ambulante Palliativ-Versorgung im Schwalm-Eder-Kreis (SAPV). Über ihn werden sterbenskranke Menschen von speziell ausgebildeten Palliativpflegern und -medizinern betreut.

Verein früher anrufen

Bisher hat sich der SAPV seit September um 60 Menschen gekümmert, im Durchschnitt zehn Tage lang. Das sei vergleichsweise wenig, erläuterte Lars Viereck, stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Die Krankenkassen gingen von durchschnittlich vier Wochen Palliativpflege aus.

Das heißt, auch im Schwalm-Eder-Kreis könnten die Palliativexperten früher ihre Arbeit beginnen, wenn sie denn informiert werden. Auch um dieses Thema ging es in Homberg.

In der Regel informieren Ärzte, Pfleger oder Angehörige den SAPV. Koordinatorin Bettina Nickel kümmert sich dann um die Organisation und die bürokratische Abwicklung über die Krankenkasse.

Sie schaut nach, welche Palliativärzte und -pflegerinnen in der Nähe des Patienten ansässig sind und Kapazitäten frei haben. Diese übernehmen dann die spezielle Betreuung.

Viereck betonte, dass der SAPV die Arbeit eines Pflegedienstes nicht ersetze, vielmehr handele es sich um eine zusätzlich Versorgung. Auch mit Hospizdiensten sollte man den Verein nicht verwechseln, denn diese leisten eine ehrenamtliche Arbeit. (ode) • Kontakt: SAPV, Melsunger Str. 1, 34576 Homberg. Tel. 01 71/48 65 439.

Quelle: HNA

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