Polizei registriert mehr Straftaten bei Online-Geschäften

Betrüger schlagen bei Internet-Auktionen zu

Wolfhager Land. Gefahren im Internet: Die Zahl der Straftaten bei Online-Auktionen steigt. Die Polizei Wolfhagen registrierte im Altkreis 2009 insgesamt 26 Straftaten, davon 17, die unmittelbar mit den Auktionen von Ebay zusammen hängen, so Hauptkommissar Karsten Turski: „2010 liegen die Warenbetrügereien sogar bei 44 angezeigten Fällen, wobei allerdings nur sieben in Bezug auf die Online-Plattform Ebay fallen.“

Auktionen bei den verschiedenen Plattformen im Internet seien immer wieder Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Die meisten Anzeigen richten sich gegen Anbieter von Waren, „die von den Geschädigten ersteigert und bezahlt, aber von dem Verkäufer nicht oder nicht in der beschriebenen Qualität übersandt wurden“, sagt der Hauptkommissar.

Eine Betrugsart seien so genannte gehackte Ebay-Accounts. Die Täter gelangen beispielsweise über „Phishing-Mails“ (Hintergrund) an die Daten von anderen Ebay-Nutzern. Turski: „In den meisten Fällen wird ein Problem mit dem Account vorgespielt und es wird um Eingabe der persönlichen Daten gebeten. Mit diesen fremden Daten wird in den Plattformen reger Handel betrieben und die Täter verkaufen und kaufen Waren unter fremden Namen und Bankkonten.“ In einem Fall zeigte zuletzt ein 53-jähriger Wolfhager einen Betrug an. Er gab an, dass Unbekannte sogar einen Treuhandservice auf seinen Namen eingerichtet haben. Der Geschädigte hatte vor längerem schon ein Konto eingerichtet, um seine Ebay-Geschäfte abwickeln zu können. Ende vergangenen Jahres habe er von dem Treuhandservice eine Mitteilung erhalten, dass sein zweites Konto ein Minus von 160 Euro aufweise.

Nachdem er sich mit dem Service in Verbindung gesetzt hatte, stellte er fest, dass vermutlich Betrüger mit seinen Daten das zweite Konto eröffnet und Geschäfte darüber abgewickelt haben, so Turski. SEITE 2

Von Axel Welch

Quelle: HNA

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