Richter fürchtet Vernichtung von Beweisen

Betrug beim DRK Schwalm-Eder: Verdächtiger in Haft

Schwalm-Eder. Der Verdächtige im Betrugsfall beim Roten Kreuz Schwalm-Eder sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft in Marburg hat entsprechende HNA-Informationen bestätigt.

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Annemarie Wied, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, sagte, der Haftbefehl sei vom Amtsgericht wegen Verdunklungsgefahr erlassen worden. Juristen verstehen darunter unter anderem die Gefahr, dass ein Verdächtiger Beweise vernichtet, fälscht oder verschwinden lässt. Es sei auch denkbar, dass ein mutmaßlicher Täter mögliche Zeugen beeinflusse.

All das soll mit der Untersuchungshaft verhindert werden. Die Untreue, so der Vorwurf, hat sich nach Erkenntnissen der Ermittler über mehrere Jahre erstreckt. Möglicherweise seien einige Tagen schon verjährt, sagte Wied.

DRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Lau hatte im Gespräch mit der HNA von einer großen sechsstelligen Summe gesprochen, die der 64-Jährige Verdächtige unterschlagen haben soll. Die Staatsanwältin bestätigte die Summe.

Es wird noch ermittelt

Die Ermittlungen in dem Fall dauerten noch an. Daher könne auch noch nicht abgeschätzt werden, wann es möglicherweise zu einem Prozess komme. Für einen Haftbefehl müsse ein dringender Tatverdacht vorliegen, das sei eine höhere Stufe als ein "hinreichender Tatverdacht". (ode)

Quelle: HNA

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