Betrunkener trat Tür ein und widersetzte sich der Polizei

Schwalmstadt. Weil er die Tür eines Bekannten eingetreten und sich zunächst der Personenkontrolle durch die Polizei widersetzt hatte, musste sich ein 24-Jähriger aus dem Altkreis Ziegenhain vor dem Strafrichter am Amtsgericht Schwalmstadt verantworten.

Der Vorfall ereignete sich im September vergangenen Jahres, als der Angeklagte nachts in stark alkoholisiertem Zustand und unter dem Einfluss von Cannabis mit zwei weiteren alkoholisierten jungen Männern durch Schwalmstadt zog.

Wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verurteilte das Gericht den 24-Jährigen zu einer Gesamtgeldstrafe von 750 Euro.

Der Angeklagte, der vor Gericht einen ruhigen und gefassten Eindruck machte, war geständig, erklärte jedoch, er habe noch immer gewisse Erinnerungslücken. Wie es zur Auseinandersetzung mit dem Geschädigten und zum Eintreten der Tür gekommen war, konnte nicht geklärt werden.

Er habe niemanden verletzen wollen, sagte der 24-Jährige. Ihm wurde vorgeworfen, eine Flasche zerschlagen und einen Polizisten aggressiv angegangen zu sein. Dabei soll er zum Schlag ausgeholt haben. Von Seiten der Polizei war Pfefferspray eingesetzt worden, um den Angeklagten abzuwehren. Die Flasche habe er nicht absichtlich zerbrochen, erklärte der 24-Jährige. Der ganze Tag sei irgendwie aus dem Ruder gelaufen. Beim Einkaufen sei er zwei alten Freunden begegnet und habe sich auf eine Zechtour mit ihnen eingelassen.

Im Hinblick auf Alkoholkonsum und seinen gewohnheitsmäßigen Gebrauch von Cannabis sei es schon gesundheitsschädlich gewesen, was er getan habe, gab der Angeklagte zu. Inzwischen habe er seinem alten Umfeld sowie Alkohol und Cannabis abgeschworen. Ein Blutalkoholtest hatte beim Angeklagten zur Tatzeit etwa 2,45 Promille ergeben.

Ein Polizeibeamter sagte vor Gericht aus, sein Kollege und er hätten den Angeklagten nach der Alarmierung mit zwei weiteren Männern auf der Straße angetroffen. Alle drei seien betrunken, laut und aggressiv gewesen. Während sich die beiden anderen ausgewiesen hätten, habe sich der Angeklagte von der Gruppe entfernt. Sein Kollege sei hinter ihm her, um ihn zu stellen. Aus dem Augenwinkel habe er gesehen, wie der Angeklagte seinen Kollegen habe schlagen wollen und Verstärkung angefordert.

Letztendlich habe man den Angeklagten in der Stadt angetroffen. Zu diesem Zeitpunkt sei er kooperativ gewesen und freiwillig mit zur Dienststelle gekommen. Er sei friedlich gewesen und habe zeitweise einen weinerlichen Eindruck hinterlassen.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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