Bettenwelt zieht erneut vor Gericht

Homberg. Die Homberger Firma Bettenwelt will offenbar trotz aller bisher verlorenen Arbeitsgerichtsprozesse ihre Kündigung von Betriebsratsmitgliedern weiter verfolgen.

Für Dienstag, 27. September, 9 Uhr, ist ein neuer Termin vor dem Landesarbeitsgericht (LAG) in Frankfurt angekündigt. Dann geht es, so die Gewerkschaft Ver.di in Kassel, um den Betriebsratsvorsitzenden Gerd Pfeiffer.

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Anlass für die von der Bettenwelt angestrebten Kündigungen waren Äußerungen des Betriebsrats, der die Nutzung von Daten durch die Geschäftsleitung während eines Streiks im Sommer 2009 als "unzulässige Verhaltenskontrolle, die uns an die dunkelsten Kapitel der jüngsten deutschen Geschichte erinnern lässt", bezeichnete. Das sah der Leiter der Logistik als Beleidigung und gestörtes Vertrauensverhältnis und kündigte ihnen fristlos.

In allen vier Fällen hatte das Kasseler Arbeitsgericht die Kündigungen im Dezember 2010 für unwirksam erklärt. In drei Fällen legte die Bettenwelt Widerspruch ein. Im Fall der stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Tanja Dotzert habe das LAG Frankfurt bereits entschieden, dass die kritisierten Äußerungen kein Grund für eine fristlose Kündigung seien, so Ver.di. Doch das scheine den Arbeitgeber nicht zu kümmern. "Das Vorgehen gegen den Betriebsrat kann nur als Schikane bezeichnet werden", empört sich Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke. (ula)

Quelle: HNA

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