Bewährungsstrafe für Kiffen und Handel mit Marihuana

Treysa. Weil er mit Marihuana gehandelt hatte, musste sich am Dienstag ein 24-Jähriger aus dem Kreisteil Ziegenhain vor dem Schöffengericht am Amtsgericht Schwalmstadt verantworten.

Wegen unerlaubten Handelns mit Betäubungsmitteln verurteilte das Gericht den 24-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten. Die Strafe ist zu drei Jahren Bewährung ausgesetzt.

In dieser Zeit muss sich der Verurteilte drei Drogentests unterziehen. Zudem trägt er die Kosten des Verfahrens und muss 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, im Juli vergangenen Jahres einem Zeugen 888 Gramm Marihuana angeboten zu haben. Zudem waren beim 24-Jährigen weitere 100 Gramm Marihuana sichergestellt worden, die laut Anklage ebenfalls zum Verkauf bestimmt gewesen sein sollen.

Wie der Staatsanwalt während seines Plädoyers erklärte, hatte die Polizei in der Drogenszene ermittelt. Fingerabdrücke des Angeklagten seien auf Drogenbehältnissen sichergestellt worden. Daraufhin habe man eine Hausdurchsuchung angeordnet.

Hinsichtlich seines persönlichen Drogenkonsums und des Vorwurfs des Drogenhandels war der Angeklagte vor Gericht geständig. Die Frage des Richters, von wem er die Drogen bezogen habe, wollte er jedoch nicht beantworten. „Das möchte ich nicht sagen“, erklärte der 24-Jährige. Er habe Angst, gab er vor.

Er selbst kiffe seit etwa seinem 16. Lebensjahr, gab er zu. Seit rund zwei Monaten habe er aber nichts mehr konsumiert, beteuerte er. Wegen Fahrens unter Einfluss berauschender Mittel hatte er sich bereits 2010 vor Gericht verantworten müssen. Aufgrund des Geständnisses des Angeklagten verzichtete das Gericht auf die Aussage von vier geladenen Zeugen.

Nicht in beiden Fällen sei die Gewerbsmäßigkeit des Handels mit Marihuana eindeutig belegt, sagte der Richter, da der Angeklagte auch selbst Drogen konsumiere.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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