Nach Überfall auf Zierenberger Nahkauf sitzt der Schock tief

Zierenberg. In Zierenberg gibt es an diesem Wochenende nur ein Thema: den Überfall auf einen nahkauf-Markt in der Poststraße am Freitagabend.

Um 19.55 Uhr hatte ein maskierter Mann den beliebten Altstadtmarkt betreten, eine Pistole gezogen und von den Mitarbeiterinnen die Einnahmen gefordert

Die Kassiererin zögerte nicht, gab dem Täter Geldscheine in unbekannter Höhe aus der Kasse. Der junge Mann verstaute seine Beute in einer Plastiktüte und flüchtete in unbekannte Richtung.

Die umgehend von den Mitarbeiterinnen, eine 59-jährige Angestellte aus Vellmar und die 42-jährige stellvertretende Markleiterin aus Habichtswald, alarmierte Polizei leitete sofort eine Fahndung ein, die bislang ohne Erfolg blieb. Personal und die vier anwesenden Kunden kamen bei dem Überfall nicht zu Schaden.

Elvira Gliwa

Derweil ging am Samstag das Geschäft normal weiter, auch wenn der Schock bei Team und Kunden tief saß, wie bei Verkäuferin Elvira Gliwa: „Ich arbeite häufig in der Spätschicht, hatte am Freitag ausnahmsweise frei“, sagt die Zierenbergerin erleichtert. Sie denke viel an ihre Kolleginnen, die den Überfall hätten miterleben müssen. „Das war sicher ein Schock für sie, auch ich werde künftig mit einem mulmigen Gefühl zur Arbeit gehen.“ Vorbereitet sei sie auf derartige Zwischenfälle nicht, hätte auch im „kleinen Städtchen Zierenberg“ nicht mit so etwas gerechnet.

Smone Schröder

Nur wenige Meter weiter, in der Stadtbäckerei Schäfer, herrscht ebenfalls Unsicherheit. Mitarbeiterin Simone Schröder: „Man musswirklich mittlerweile Angst haben, zur Arbeit zu gehen.“ Die junge Frau habe das Gefühl, es werde hinsichtlich Kriminalität immer schlimmer, „man ist glaube ich auch hier bei uns nicht mehr überall sicher“.

Ralf-Otto Pferdmenges

Apotheker Ralph-Otto Pferdmenges, der aus seiner Apotheke direkt auf den Tatort blicken kann, will sich indes nicht einschüchtern lassen. „Sicherlich hätte es auch uns treffen können, schlimm fühlt sich das für mich dennoch nicht an.“ Er habe keinerlei Bedenken, ganz normal weiter zu arbeiten. Wenn er in eine derartige Situation käme, würde er ohne zu zögern die Forderungen des Täters erfüllen. „Überfälle habe ich selbst noch nicht erlebt, Einbrüche durchaus schon, aber da geht es nur um Geld und materielle Güter, die sind im Gegensatz zu einem Menschenleben aber eigentlich immer zu ersetzen, deswegen sollte man nie ein Risiko eingehen.“

Der flüchtige Täter, vermutlich ein Deutscher zwischen 25 bis 30 Jahre, soll etwa 1,90 Meter groß und sehr schlank sein. Er trug eine schwarze Jogginghose, ein graues Hemd und schwarze Turnschuhe mit weißen Sohlen. Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei unter Telefon 0561/910-0 oder bei direkt bei den Polizeidienststelle zu melden. Die Marktinhaber wollten sich auf Anfrage unserer Zeitung zum Überfall nicht äußern.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Hoffmann

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