700 Besucher bestaunten Modelleisenbahnen und Modellautos in Borken

Bewegung ist keine Hexerei

Eine Welt en miniature: Die Eisenbahnfreunde Borken präsentierten ihre Anlage. Foto: Hintzmann

Borken. Ein Stück Nostalgie verbarg sich am Wochenende in den Räumen der Eisenbahnfreunde Borken. 175 Jahre Eisenbahn war das Thema ihrer Ausstellung, zu der 700 Besucher kamen.

Modelleisenbahnen aus den verschiedenen Epochen der Industriegeschichte schlängelten sich durch nachgebildete Tunnel, Städte, Wälder, Berge und Täler.

Unter anderen war die Bahnlinie Borken-Treysa nachgebaut worden. Der Maßstab stimmte allerdings nicht ganz, wie Vereinsvorsitzender Peter Hoppe erläuterte, weil zu wenig Platz in den Räumen sei.

Doch nicht nur in die Geschichte ging der Blick, denn in der Miniwelt der Bahnlandschaft hat die Zukunft längst begonnen. In einer Sonderausstellung floss der Verkehr von Autos und Eisenbahnen mit Infrarot und Leuchtdioden. Eberhard Neumann aus Bad Wildungen, Peter Wawrzyniak aus Regensburg und andere Modellbauer präsentierten Fahrzeuge, die wie von Geisterhand gesteuert unterwegs waren.

Magie war nicht im Spiel, denn Magnete und Eisendraht unter den Fahrbahnen sorgten für Bewegung und für staunende Gesichter der Besucher. Die Intelligenz der Technik stecke im Auto, sagte Wawrzyniak, denn in jedes Auto sei ein Decoder eingebaut. Vorn haben die Autos einen Infrarot-Transistor und hinten eine Leuchtdiode, so dass sie Informationen austauschen können. Dennoch kann es passieren, dass die Autos auf die falsche Fahrbahn geraten und es zu einem Crash kommt. Denn Magneten und Eisendraht sind hochsensibel und müssen genau eingestellt werden, damit auch Beleuchtung, Blinker und Warnblinkanlage funktionieren.

Von Gunda Hintzmann

Quelle: HNA

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