Fritzlarer Technik-Fachoberschüler planten und bauten eigene Projekte in 12. Klasse

Die Bierkiste lernt fahren

Komplizierte Technik: Paul Baldamur und Fabian Niewienda konstruierten ein Förderband mit Sortiereinheit.

Fritzlar. Paul, Fabian, Maxim, Jannik und die anderen müssen keine Angst vor ihrer beruflichen Zukunft haben. Sie haben sich selbst, ihren Lehrern und möglichen Arbeitgebern bewiesen, dass sie in der Lage sind, handwerklich, technisch und konzeptionell schwierige Projekte selbst zu planen und auszuführen.

Die Schüler der Klasse 12 der Fachoberschule (FOS) Technik an der Fritzlarer Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule präsentierten zum Abschluss ihrer Schulzeit die Ergebnisse ihrer Projektarbeit, für die insgesamt 100 Stunden während des gesamten Jahres angesetzt waren.

„Wir haben das zum ersten Mal gemacht, ein Projekt übers gesamte Jahr“, sagt Lehrer Dirk Beyer. Die Schüler, die die zweijährige Fachoberschule mit Schwerpunkten Elektrik, Maschinenbau und Informatik besuchen, hatten die Aufgabe, selbst Ideen für ein Projekt zu entwickeln, alles zu planen und zu berechnen, selbst zu bauen und schließlich vorzuführen.

Was dabei heraus kam, erstaunte auch Dirk Beyer: „Das war zu großen Teilen Technik pur“, sagt er anerkennend. Zum Beispiel ein großer Spießbratengrill für 60 Hähnchen, ein Sortierroboter, eine fahrbare Bierzeltgarnitur, ein Bobbycar mit Kettensägen-Antrieb oder eine Datenbank für Praktikumsbetreuung: Alles selbst erdacht, geschweißt, gesägt, konstruiert, gedreht.

Insgesamt waren es 16 verschiedene Projekte, die in der neu errichteten Projekthalle der Schule den Schülern der Klassen 11 und den Lehrern vorgestellt wurden. Die Bewertung geht in die Note des Fachabiturs ein. Inzwischen hätten alle FOS-Absolventen bereits eine Ausbildungsstelle gefunden, sagt Dirk Beyer. Einige wenige wollten auch studieren. Aber die Projektarbeit, die auch in Kooperation mit Firmen passierte, trug einen erheblichen Teil zu diesem Erfolg bei.

Treppe an Kulturscheune

Demnächst aufgestellt werden soll noch die Metalltreppe, die als Notausgang für die Fritzlarer Kulturscheune in der Flehmengasse dienen wird. Die Pläne stammen von den Schülern, gebaut wurde sie in Zusammenarbeit mit der Fritzlarer Metallbaufirma Anders. Diese Firma wird auch einem der Schüler über ein Stipendium ein Studium ermöglichen. Insgesamt eine tolle Bilanz, freut sich Beyer.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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