Naturkraft-Region arbeitet an Bericht über Strom- und Wärmepotenzial

Bilanz voller Energie

Weithin sichtbares Beispiel: An der Autobahn bei Ostheim stehen seit Jahren zwei Windkraftanlagen, die auf umweltfreundliche Art Strom erzeugen. Archiv-Foto: Zerhau

Schwalm-Eder. Eine solche Übersicht für die Erneuerbaren Energien im Schwalm-Eder-Kreis und im Landkreis Hersfeld Rotenburg hat es noch nicht gegeben. Der Verband „Naturkraft-Region“, der für beide Landkreise tätig ist, sammelt derzeit Daten über die Zahl und die Leistung von Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen sowie die Stromerzeugung aus Biomasse.

Sie sollen in einem Energiebericht für die Landkreise zusammengefasst werden, erklärte Dr. Brigitte Buhse, Geschäftsführerin der Naturkraft-Region. Für die Wärmeerzeuger wird ebenfalls eine Dokumentation erstellt.

In einigen Wochen sollen die Berichte fertig sein und auf der Internetseite www.naturkraft-region präsentiert werden. Bei der Erarbeitung der Energieberichte sei man auf die Unterstützung der Energieversorger in den beiden Landkreise angewiesen gewesen. Die Versorgungsunternehmen waren gebeten worden, die erforderlichen Daten zu liefern.

Eon Mitte habe beispielsweise eine Einspeise- und Absatzstatistik für alle teilnehmenden Kommunen gebündelt zur Verfügung gestellt, heißt es in einer Pressemitteilung des Naturkraft-Region.

„Mit dieser Datengrundlage fällt die Auswertung im Bereich Strom sehr viel leichter, und wir bekommen schnell ein Bild über die Entwicklung der Stromerzeugung aus Biomasse, Sonne, Wind und Wasserkraft“, erklärte Brigitte Buhse.

Die erste Förderphase der Bioenergie-Regionen, zu denen auch die Naturkraft-Region gehört, endet im Juli 2012. Mit dem Energiebericht solle gezeigt werden, was sich in den vergangenen drei Jahren bewegt habe.

Dabei stehe vor allem auch die Bioenergie im Fokus. Buhse: „Im Bereich der Wärmeerzeugung aus Biomasse ist die Auswertung aber viel schwieriger, da wir hier keine gebündelten Daten vorliegen haben.“

Einsatz von Biomasse

Diese Dokumentation sei wichtig, weil sie Hinweise liefere, welche Aktivitäten künftig nötig sind. Unter anderem solle dargestellt werden, welche regionale Wertschöpfung sich aus heimischer Biomasse ergeben hätten.

„Wir unterstützen die neuen Produktionsketten mit zahlreichen Aktivitäten, insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit beim Verbraucher“, sagte Buhse. Durch eine Mitgliedschaft in der Naturkraft-Agentur könnten Kommunen und Unternehmen diese Arbeit weiter sicherstellen und sie für das Marketing nutzen. (hro)

Weitere Informationen: www.naturkraft-region.de

Quelle: HNA

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