Noch bis 10. Juni: Erfolgreiche Knaus-Ausstellung in der Kunsthalle – Schon 1700 Besucher

Die Bilderschau brummt

Attraktive Präsentation: In der Ausstellung zu sehen sind unter anderem original Skizzenbücher von Ludwig Knaus. Als „absoluten Höhepunkt“ bezeichnet Helmut Geißel, Vorsitzender des Vereins Malerstübchen, das Gemälde „Hessisches Leichenbegräbnis im Winter“ (hinten), eine Leihgabe des Universitätmuseums Marburg. Foto: Grede

Willingshausen. Als Publikumsmagnet erweist sich die laufende Ausstellung in der Kunsthalle am Gerhardt-von-Reutern-Haus. Mehr als 1700 Besucher fanden bis jetzt den Weg in die Kunsthalle. Anlässlich seines 100. Todestag präsentiert der Verein Malerstübchen seit Mitte März Werke von Ludwig Knaus.

Im 19. Jahrhundert galt Knaus als Star unter den Genremalern. Zum Schwälmer Dörfchen Willingshausen pflegte der Künstler, zu dessen Bewunderern Van Gogh und Adolph Menzel zählten, eine ganz besondere Beziehung.

Helmut Geißel, Vorsitzender des Vereins Malerstsübchen, zeigte sich zufrieden: Ähnlich erfolgreich sei nur die Ausstellung „Carl Bantzer und seine Schüler“ anlässlich dessen 150. Geburtstag vor fünf Jahren gewesen.

Mit der Ausstellung stemmte der Verein Malerstübchen einen organisatorischen Kraftakt. Unterstützt wurde er dabei vom Hessischen Museumsverband sowie der C.H. Schmitt Stiftung, Kurator ist Prof. Dr. Bernd Küster, Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel. Knapp 8000 Euro an Transportkosten für die Gemälde seien angefallen, teilweise mussten die Werke hoch versichert werden, berichtete Geißel. Aufregung habe es bis kurz vor der Ausstellungseröffnung gegeben. Zum Beispiel stellte sich heraus, dass das zentrale Werk der Ausstellung, „Hessisches Leichenbegräbnis im Winter“, in seiner Schutzverpackung nicht durch die Türen der Kunsthalle passen würde. Mit Maßarbeit klappte es auf die letzte Sekunde vor Ausstellungsbeginn: Die Spedition hatte eigens eine Spezialkiste aus Hamburg angefordert.

Bis 10. Juni sind noch 40 Werke des Malers aus Museen in Wiesbaden, Kassel und Marburg und aus Privatbesitz zu sehen: Landschaftsmalereien, Skizzen und Studien.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

Kommentare