Bio-Wärme für Hallenbad und Kindergärten

Niedenstein. Für die nächsten Jahre wird Nahwärme, die aus einer Anlage der Bioenergie Metze stammt, das Niedensteiner Hallenbad mit Haus des Gastes sowie die beiden Kindertagesstätten heizen.

Die Stadtverordneten stimmten dem Vertrag zwischen der Stadt und der Bioenergie GmbH zu, vorbehaltlich einer weiteren juristischen Prüfung durch den Hessischen Städte- und Gemeindebund. Fraglich war, ob die vereinbarte Laufzeit von 15 Jahren für die Wärmelieferung an die beiden Kindergärten den gesetzlichen Vorgaben entspricht. "Ich habe keinen Zweifel, dass der vorliegende Vertrag allen Überprüfungen standhalten wird", sagte dazu Bürgermeister Werner Lange.

Laut Vertrag wird die Bioenergie Metze ab 1. November die für das Hallenbad benötigte Wärme liefern, ebenso für die beiden Kitas. Der Preis wurde so gestaltet, dass die Kosten für die Stadt auf jeden Fall unterhalb der Kosten für eine mit Heizöl betriebene Anlage liegen.

Die Wärme entsteht quasi als Abfallprodukt in der Biogasanlage durch die mit Biogas betriebenen Generatoren, die Strom erzeugen. Der Strom wird ins allgemeine Netz eingespeist, die Wärme über eine Leitung nach Niedenstein transportiert. Die Betreiber der Anlage sorgen für den Bau sämtlicher Anlagen und bewirtschaften sie auch. Die Stadt zahlt dafür über die jeweilige Laufzeit einen erhöhten Grundpreis, der nach sieben beziehungsweise 15 Jahren halbiert wird.

Das im Bau befindliche Altenpflegeheim neben dem Haus des Gastes, das die Zusatzversorgungskasse Kassel errichtet und von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) betrieben werden soll, wird nach jetzigem Kenntnisstand wohl ebenfalls ans Nahwärmenetz angeschlossen.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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