8000 Tonnen Mais werden mit GPS-Unterstützung verarbeitet

Biogasanlage: Start mit Mammuternte

Wolfhager Land. Startschuss in der größten Biogasanlage im Landkreis Kassel: In einem Großeinsatz werden noch bis zum Donnerstag rund 8000 Tonnen Mais von 80 Flächen angeliefert und auf der 2000 Quadratmeter großen Silagefläche gelagert.

Anfang Dezember werde die Anlage der Biogas Wolfhagen in Betrieb gehen, sagt Reinhard Knipker vom Maschinenring, der selbst Teilhaber ist und die Koordination übernommen hat. 34 Landwirte haben sich mit dem Maschinenring und dem Kreisbauernverband zur Biogas Wolfhagen GmbH & Co. KG zusammengeschlossen. Der erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist. Mit der Wärme soll unter anderem die Wilhelm-Filchner-Schule versorgt werden.

Zur Ernte in Wolfhagen erprobt der Maschinenring Kassel, der rund 170 Biogasanlagen in ganz Deutschland betreut, erstmals ein neues System, das mit Hilfe von GPS die Mammuternte überwacht und koordiniert. Dies soll künftig überall in der Region eingesetzt werden.

In den Ernte- und Transportfahrzeugen sind Mini-Computer installiert, die ständig Daten in die Schaltzentrale übermitteln, die sich unweit der Biogasanlage in einem Bauwagen befindet. Hier verarbeitet Klaus Anduschus vom Maschinenring die Daten. „Wir können so wesentlich effektiver arbeiten“, sagt er. Durch die Überwachung läuft alles wie am Schnürchen. Im Fünfminutentakt, 15 Stunden am Tag, kommen die Transportfahrzeuge bei der Anlage an und verteilen die Silage auf der Fläche, die rund 10 000 Kubikmeter fasst. Da alle Flächen ins System eingespeist sind, kann der jeweilige Ernteertrag genau ermittelt werden.

Fest steht: „Die Maisernte liegt 25 Prozent über dem Durchschnitt“, freut sich Reinhard Knipker. Sobald die Anlage in Betrieb ist, werden auch Mist und Gülle für die Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt.Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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